Störgeräusche am Hurra-Fest

Die 11. Swiss Music Awards 2018 haben für einmal fast die ganze Topografie des Schweizer Pop abgebildet.

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Ane Hebeisen

Es ist 20:59, als sich für einen Moment die musikalische Unterwelt zu Wort meldet, an den sonst so hell ausgeleuchteten Swiss Music Awards. Und sie bricht die oscareske Hurrastimmung doch empfindlich. Kurz zuvor hat noch die Sorglos-Truppe Hecht ihre Liebe zu einer gewissen Julia beteuert, Nemo, der Gute-Laune-Bub der Nation, hamsterte Stein-Trophäen im Minutentakt (am Ende waren es vier). Und Ed Sheeran wurde von der Schweiz aus zum besten Solokünstler der Welt gekürt, wohl weil bekannt ist, dass er für solche Anlässe gerne kleine Dankes-Videos verfertigt. Das lässt sich dann prima auf die Grossleinwand projizieren, zur Selbstvergewisserung, dass man doch irgendwie der grossen weiten Musikwelt zugehörig ist.

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