«Louenesee» mit Örgeli

Wenn Span-Gitarrist Schöre Müller auf Schwyzerörgeli trifft, dann ist das «Schörgeli». Live zu hören und sehen am morgigen Freitag in Münchenbuchsee.

Spannend, wenn Daniel Thürler, Georges «Schöre» Müller und Alfred Mosimann (v.l.) zusammenspannen. Foto: zvg

Spannend, wenn Daniel Thürler, Georges «Schöre» Müller und Alfred Mosimann (v.l.) zusammenspannen. Foto: zvg

Nicht nur Verbrecher zieht es zurück an den Tatort. Auch Musikerinnen und Musiker schauen gern dort vorbei, wo sie ihre besten Konzerte gegeben haben und auf ein treues Publikum zählen können. Polo Hofer etwa spielte in dreissig Jahren mehr als siebzig Konzerte in der Mühle Hunziken. Auch das Trio mit dem sonderbaren Namen Schörgeli findet demnächst zurück zu «seinem» Tatort. In den Bären Münchenbuchsee, genauer in das «Säli» der einstigen Landbeiz, die heute auch auf ein urbanes Publikum zählt.

Dort, in der hochproprozentig-heimeligen Atmosphäre neben der Bar, haben Schörgeli letztes Jahr ihr Debütalbum aufgenommen. Ohne Publikum zwar, aber meist live. Schörgeli steht für die Zusammenarbeit von Span-Gitarrist Schöre Müller mit dem Schwyzerörgeli von Daniel Thürler. Nur Fredu Mosimann, der Bass spielende Dritte im Bunde, findet im Bandnamen keinen Niederschlag. Egal – Platz für Eitelkeiten soll es in diesem Konglomerat nicht geben.

In den Worten der Schörgeli-Musiker ist die neue Band «eine Fügung der besonderen Art». Die verschiedensten musikalischen Welten treffen aufeinander: Cajun, Keltisch, Mundart, Englisch, Tradition, Experiment – um nur einige zu nennen. Eine Hörprobe der vierzehn Songs auf dem CD-Debüt ergibt aber schnell, dass hier eine akustische, volkstümliche Spielweise im Vordergrund steht.

Quelle: Youtube

Wer die drei äusserst aktiven Musiker in ihren verschiedenen Formationen schon live gesehen hat, wird das eine oder andere Déjà-vu erleben. Prominent vertreten sind Songs aus dem Span-Repertoire: Neben dem obligaten «Louenesee» auch obskurere Nummern wie «Spanischi Nächt» oder «Die guete Geischter».

Überraschender ist, was Daniel Thürler alles anstellt. Er holt die ganze Welt auf sein Schwyzerörgeli, schmachtet und swingt, tanzt erst Ringelreihe und dann Rock’n’Roll. Thürler ist ein Virtuose, der zwar gern den Lead übernimmt, aber immer dem Lied verpflichtet bleibt. Auf CD tönen Schörgeli herzhaft, aber auch etwas kontrolliert. Ihre Musik ist definitiv für eine Live-«Stubete» bestimmt. Darum macht die Rückkehr in den Bären Buchsi – diesmal mit Publikum – Sinn. Verstärkt wird das Trio mit dem früheren Span-Drummer Matthias Kohli und dem Gitarristen Dänu Wisler als «special guest».


Freitag, 31. Januar, 21 Uhr, Bären Buchsi, Münchenbuchsee.

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