Lieblicher Nachmittag mit der Bieler Soul-Hoffnung Dana

Die 21-jährige Bielerin Dana gab am Freitagnachmittag am Gurtenfestival ein zartes, sanftes Konzertchen.

Das englische Wort Smooth hat viele Übersetzungen – und viele davon passen gut zu Dana.

Das englische Wort Smooth hat viele Übersetzungen – und viele davon passen gut zu Dana.

(Bild: Rapahel Moser)

Martin Burkhalter@M_R_Bu

Lauschig ist das richtige Wort, um dieses kleine, aber feine Konzertchen in der Holzhütte zu beschreiben. Campfire heisst die von Schweizer Fleisch gesponserte Bühne direkt neben dem Zelt gelegen mit herrlichem Blick über Bern und die nähere Umgebung. Bevor es richtig losgeht mit den Hauptacts auf der Hauptbühne am Hauptabend des Gurtenfestivals hat noch Dana, die 21-jährige Bieler Soul- und RnB-Sängerin, ihren Auftritt.

Die Leute grillieren ihre Cervelats an der Feuerstelle, die Sonne brennt erbarmungslos auf die Holzhütte, es herrscht nachmittägliche Gelassenheit, ein bisschen bier- und weinselig ist die Stimmung, ohne grosse Aufregung. Die Leute scheinen Kraft sparen zu wollen.

Da ist Danas Konzert die richtige Medizin – wenn man sich auch ein bisschen mehr Abwechslung und – pardon – Schmackes von ihr gewünscht hätte. Woher die Inspiration für ihre zarten Lieder kommt, macht sie gleich mit dem zweiten Stück klar: ein Alicia Keys-Cover. Ein softiges RnB-Stück.

Seit ihrer Debüt-EP Anfang 2016 tourt Dana mit ihrer Band durch die Schweiz und Deutschland. 18-jährig zog sie nach London, um Musik zu studieren. Im März diesen Jahres hat sie ihre zweite EP «True» veröffentlicht – das nun einen Tick näher ist am Pop, ein bisschen reifer und ernster auch. Man merkt ihr die gesammelte Erfahrung in London an.

Für das Englische Wort Smooth gibt es etliche Übersetzungen – leichtgängig etwa, flach auch, oder lieblich, geschmeidig. All das trifft in der Summe auch Danas Auftritt in der Holzhütte zu. Es sind zärtliche und sanfte, irgendwie heilende Momente, die Dana ihren Zuschauern bietet. Gleichzeitig hat sie einen Musiker mit auf der Bühne, der mit seiner Gitarre und einer Loopstation ein Magier ist.

Was «Timon», wie sie ihn vorstellt, da für komplexe Beats und gehaltvolle Klangteppiche aus dem Hut zaubert, macht Lust auf mehr. Die besten Stücke erinnern gar ein wenig an Erykah Badu. Leider bleibt der Gesang dabei ein bisschen zu eintönig. Die Lieder beginnen sich zu ähneln und haben vielleicht das eine oder andere schmachtende «Uh-Uh-Uh» zu viel im Hintergrund. Aber natürlich passt das äusserst zur lieblichen Aussicht.

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