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Kleine Popqueen als grosse Liebesgöttin

Da ist sie wieder, diese unwiderstehliche sommerliche Leichtigkeit. Auf ihrer neuen CD «Aphrodite» gibt Kylie Minogue die Discoqueen als Liebesgöttin. Hören Sie rein.

Es vergehen wenige Takte, und schon ist man ihm wieder verfallen, diesem kühlen, weichen Schimmer, dieser Sommerbrise aus einer hellen, nicht gerade grossen, aber einnehmenden Stimme und einem elektronischen Geplätscher, das unweigerlich schöne Zeiten in der Badi wachruft. Und man ist ihr verfallen: Kylie Minogue. Die sich in ihrem neuen Videoclip zu «All the Lovers» aus einem Menschengewimmel erhebt, aus einem Berg aus liebestrunkenen Körpern in klinisch weisser Unterwäsche. «All die Verliebten, die es jemals gab, können sich nicht mit euch vergleichen», singt sie, die von diesen Menschen dem Himmel entgegengetragen wird, als Liebesgöttin zelebriert, als «Aphrodite» eben. Über ihr schwebt ein weisser Elefantenballon, und ein Schimmel trabt durch die Strasse. Kylies Hand entschlüpft eine Taube. Ihr Schlüpfer und ihr Bustier sind von Jean-Paul Gaultier. Wie immer.

In einem Fernsehinterview nannte sie Gaultier am vergangenen Wochenende in Paris «adorable». Am gleichen Wochenende küsste sie am Glastonbury Festival die Sängerin der Scissor Sisters auf den Mund. Immer war sie dabei lustig und liebreizend. Nur am Montag wurde etwas ungewöhnlich Böses über sie bekannt: Sie hatte ihre Mutter gefeuert, die jahrelang ihre Managerin gewesen war. Allerdings mit einer netten Begründung: «Ich möchte, dass sie sich mehr entspannt», sagte sie dem britischen «OK!»-Magazin. Die Mutter gab darauf bekannt, dass das sehr rücksichtsvoll sei von der Tochter und dass sie sich sehr auf ihre Freizeit freue. Und dann ist da noch Kylies ebenfalls singende jüngere Schwester Danii, die dauernd von einer Doppelhochzeit schwafelt und doch nur eine billige Promi-Profiteuse ist. Da reagiert Kylie dann öfters ein bisschen vergrätzt. Sonst ist sie ein einziges makelloses Strahlen, die Discokugel an einem Himmel voller weisser Elefanten.

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