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«Ich lasse mich auf die Ideen der Musiker ein»

Seit zehn Jahren organisiert der Veranstalter Be-Jazz in Bern das Winterfestival. Programmleiter Fabio Baechtold blickt auf eine bewegte Geschichte zurück und erzählt, was ihn am aktuellen Jazzschaffen besonders fasziniert.

Fabio Baechtold, was bedeutet für Sie Jazz? Fabio Baechtold: Hm, schwie-rig (überlegt). Andreas Schaerer von Hildegard lernt fliegen hat einmal gesagt: Beim Jazz kommt es nicht drauf an, mit welchem Material du arbeitest, sondern wie du damit arbeitest. Man kann also irgendeine Basis nehmen und daraus sein eigenes Ding machen. Ich finde das eine sehr schöne Definition. Für viele ist Jazz immer noch gleichbedeutend mit Bebop – oder sogar mit Dixie. Das reicht heute aber viel weiter! Die Musik, die wir im Be-Jazz programmieren, beginnt vielleicht beim Bebop, geht dann aber in alle möglichen Richtungen weiter. Improvisation und Spontaneität sind für mich aber stets zwei zentrale Elemente von Jazz.

Heute beginnt in den Vidmarhallen das zehnte Be-Jazz-Winterfestival. Haben Sie sich als Veranstalter etwas Besonderes ausgedacht zum Jubiläum? Wir wollten nicht bloss wegen des Jubiläums das Ganze auf den Kopf stellen. Dennoch gibt es das eine oder andere Aussergewöhnliche. Dazu gehört sicher der Eröffnungsabend mit Joe Haider. Der Pianist wurde Anfang Jahr 75 Jahre alt. Für die Schweizer Jazzszene ist er eine enorm prägende Figur.

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