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Hoffnungslos altmodisch? Schockierend brillant!

Paul Simon, der kleine Liedermacher aus New York, ist im Hoch: Seine gute neue Platte stellte er in Zürich in einem noch besseren Konzert vor.

Hypnotische Gefälligkeit: Paul Simon mit Band.
Hypnotische Gefälligkeit: Paul Simon mit Band.
Keystone

Es spricht vieles gegen diesen Veteranen. Nur schon, wie ihm an diesem Abend das hellblaue, zu grosse Hemd über den runden Bauch hängt, könnte den Schluss zulassen, der 69-jährige Paul Simon sei hoffnungslos an die Altmödigkeit verloren, und zwar mitsamt seinen Liedern, diesen dezenten, an der akustischen Gitarre gedrechselten Folkschlagern wie «The Sound of Silence» oder «Still Crazy After All These Years» (die man auch im Stadion bei der Dolder-Eisbahn nicht vergebens erwartet). Die Musik des New Yorkers hat einen Stich ins Altväterliche und Sentimentale, zweifellos. Hier summen die Folkpop-Harmonien, wie sie schon Mitte der 60er-Jahre altersmild klangen, als Paul Simon an der Seite von Art Garfunkel zur Weltkarriere ansetzte.

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