Gülsha wirft Trauffer Sexismus vor

Mundartsänger Trauffer treibt mit seiner neuen Single «Geissepeter» die Moderatorin Gülsha Adilji auf die Palme. Song und Video seinen an Sexismus nicht zu überbieten, poltert sie. Trauffer schiesst daraufhin zurück.

Der Song des Anstosses: Trauffers neue Single «Geissepeter». Quelle: Youtube

Eigentlich wollte der «Alpentainer» ja nur einen lüpfigen Mitsing-Hit raushauen, der eine moderne - und ja, auch etwas schlüpfrige - Version der Geschichte um «Heidi und der Geissenpeter» besingt. Doch Trauffers neue Single «Geissepeter» löst bei einem Teil des weiblichen Geschlechts offenbar nicht ein Mitschunkeln aus, sondern Kopfschütteln. Allen voran bei Gülsha Adilji.

«Sexistische Kackscheisse» sei das, wettert 32-jährige Moderatorin in ihrer Sendung Zoom Kaboom auf Teleclub. Songtext und insbesondere das dazugehörige Video von Trauffer (38) sind ihr dabei vor allem sauer aufgestossen. Der Berner Oberländer besingt dabei, wie Heidi versucht, Geissenpeter um den Finger zu wickeln. «Sie schüttlet ihri Zöpfli und lüpft ihres Röckli», singt der Mundartsänger etwa. Im Video zu sehen ist eine blonde Heidi in einem kurzen Röckchen, die sich immer wieder an den abweisenden Geissenpeter (im Video gespielt von Trauffer) schmeisst.

«Dieser Clip vermittelt ein völlig eindimensionales Bild der Frau. Als könnten Frauen nur schön aussehen, kochen und Männer verführen», poltert Gülsha in ihrer Sendung. Da werde ein Rollenverständnis aus dem Jahr 1214 vermittelt, enerviert sich die aufmüpfige Moderatorin, von der man sich gewohnt ist, dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt.

Kann mit Trauffers Song gar nichts anfangen: Die Moderatorin Gülsha Adilji. Bild: zvg/SRF

Was meint der Angeschossene zu diesen Anschuldigungen? Lachhaft findet Trauffer den Sexismus-Vorwurf. «Unsere Musik zaubert den Leuten ein Lächeln ins Gesicht und dient lediglich der Unterhaltung», äussert er sich gegenüber FM1 Today. Ausserdem schiesst er gegen die ehemalige «Joiz»-Moderatorin zurück: «Dass solch halbwegs journalistisch begabte Leute wie Gülsha ein Problem mit Unterhaltung haben, ist nichts Neues. Wem die Musik nicht passt, soll sie nicht hören», sagt er dem Ostschweizer Newsportal.

mib

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