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Ermutigung und Liebe

Es klingt wie ein toller Traum auf Vinyl: Wenn Robin McKelle & The Flytones ungeniert dem Soul der alten Schule frönen, fühlt man sich unweigerlich ins Jahr 1967 zurückversetzt.

Preisträgerin des renommierten Thelonius-Monk-Vocal-Jazz-Wettbewerbs: Sängerin McKelle.
Preisträgerin des renommierten Thelonius-Monk-Vocal-Jazz-Wettbewerbs: Sängerin McKelle.

Dabei ist «Soulflower», das aktuelle Album der stylischen New Yorkerin und ihrer Mannen, weit mehr als ein weiterer Beitrag zur Retrowelle, die derzeit so ungebremst durch unsere Musikwelt rollt.

Dazu ist das Talent der Singer-Songwriterin wohl einfach zu gross, zu breitgefächert. Ein gänzlich unbeschriebenes Blatt ist die 1976 in Rochester im US-Staat New York geborene McKelle wahrlich nicht: Nach Anfängen als Backgroundsängerin wurde die studierte Pianistin 2004 Preisträgerin beim renommierten Thelonius-Monk-Vocal- Jazz-Wettbewerb.

Auftritt mit David Bowie geplant

Gemeinsame Auftritte mit Stars wie Herbie Hancock, David Bowie, Bobby McFerrin sowie drei vielbeachtete Alben sollten folgen. Und nun also «Soulflower», das als Hommage an jenen Sound daherkommt, der einst das Signum schwarzer Unterhaltungsmusik mit dem sozialpolitischen Kampf für Gleichberechtigung verband. Daran knüpft McKelle an, wenn sie im Eröffnungstrack «So it Goes» trotz schwieriger Lebenslagen zum Durchhalten ermutigt.

Im unbeschwert groovigen «Fairytale Ending» geht es dann standesgemäss um die ganz grosse Liebe. Nach zwölf Songs ist der Traum aus tanzbarem Motown, Soul-Jazz und Blues dann leider schon auserzählt – bis man, inzwischen süchtig geworden, wieder auf die Playtaste drückt.

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