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Er will Europa retten

James Dean Bradfield war der einsame Kommunist des britischen Pop, Fidel Castro besuchte ihn backstage. Jetzt hat der Sänger eine neue Mission.

Nein, James Dean Bradfield ist kein Freund der Organisation EU. Ihre Verfassung sei das Werk französischer Bürokraten, sagte der britische Sänger und Gitarrist jüngst gegenüber dem «Guardian»: «Etwas Schlimmeres ist kaum vorstellbar.» Dennoch bemühe er sich, anti-antieuropäisch zu sein, sich nicht mit den erstarkten EU-Skeptikern seines Landes gemeinzumachen.

Lautes Zeugnis davon gibt das heute veröffentlichte Album «Futurology». Bradfield und seine Band Manic Street Preachers feiern den gemeinsamen Kulturraum, ihre erste Single trägt den deutschen Titel «Europa geht durch mich». Seit 25 Jahren touren die Briten nun bereits durch den Kontinent. Bradfield ist sich sicher, in all den Ländern einen vereinenden Geist gespürt zu haben, immer auf demselben Wertefundament gestanden zu haben. Die Europäer – von Lissabon bis Warschau, von Oslo bis Athen – stünden sich näher, als sie heute dächten, lautet die Botschaft. «European Roads! European Dreams! European Love!», jubelt Bradfield auf «Futurology».

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