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«Er war ein Meister»

Die Musikwelt verneigt sich vor Lou Reed: David Bowie nennt den am Sonntag gestorbenen Ausnahmekünstler einen «Meister», Punk-Ikone Patti Smith trauert um einen ihrer «wichtigsten Freunde».

Er war unglaublich, aber unmöglich: Pressekonferenz zur Lancierung seines Buches «Rhymes» (14. November 2012)
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Prägte die Rockmusik über Jahrzehnte: Lou Reed. (2008)
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New Yorker durch und durch: Beim Lunch in seiner Stadt. (6. Juni 2013)
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AFP
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Nach dem Tod von Lou Reed betrauern Kollegen und enge Weggefährten den Verlust des US-Rockmusikers. «Die Welt hat einen ausgezeichneten Songwriter und Poeten verloren ... Ich habe meinen Schulhof-Kumpel verloren», schrieb John Cale in einem Facebook-Eintrag.

Cale hatte mit Reed Ende der 1960er Jahre die von Andy Warhol geförderte Punk-Avantgarde-Band Velvet Underground gegründet. «Er war ein Meister», erklärte Musiker David Bowie, der 1972 Reeds erstes Soloalbum «Transformer» produziert hatte. Reed war mit Hits wie «Walk on the Wild Side» und «Perfect Day» weltberühmt geworden.

Der vielfach preisgekrönte Reed starb am Sonntag auf der Halbinsel Long Island bei New York vermutlich an den Folgen einer Lebertransplantation. Sein letztes Album hatte er 2011 mit der Metal-Band Metallica aufgenommen.

WG mit Bowie und Iggy Pop

Punk-Ikone Patti Smith trauert um «einen meiner wichtigsten Freunde in meinem Leben». Musiker Iggy Pop, der Ende der 1970er Jahre mit Bowie und Reed in einer WG im Westen des geteilten Berlins lebte, schrieb auf Twitter von «niederschmetternden Neuigkeiten».

Paul Stanley, Gründungsmitglied der Rockgruppe Kiss, würdigte Reed als «Musiker, Künstler und Vorreiter, der nach seinen eigenen Regeln gespielt hat». «Mein Freund Lou Reed ist am Ende seines Songs angelangt», twitterte Bestseller-Autor Salman Rushdie.

Sie sei ihm «extrem dankbar» für alles, schrieb Schauspielerin Mia Farrow. Und der Hip-Hop-Produzent Russell Simmons twitterte: «New York hat eines seiner grössten Geschenke verloren.»

Debüt als Filmemacher in Nyon

Zuletzt hatte sich Reed verstärkt auch neuen Projekten gewidmet. Er arbeitete mit Künstlern, Theater- und Filmemachern wie Robert Wilson, Wim Wenders und Julian Schnabel und seiner Ehefrau, der Performance-Künstlerin Laurie Anderson, zusammen.

Sein eigenes Debüt als Filmemacher feierte er 2010 in der Schweiz, wo er am Visions du Réel in Nyon als Stargast seinen ersten Dokfilm präsentierte. «Red Shirley» handelt von seiner fast 100-jährigen Cousine. Von einem liebevollen und bewegenden Porträt als ein Beispiel weiblicher Emanzipation war damals in Nyon die Rede.

SDA/phz

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