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Emma & Company

«Samschtigmorge ufem Altstadtmärit/s schmöckt nach Gmües und früsche Tröim», singt Sara Rutz alias Emma im Song «Dr Wäg». Ihre Lieder sind wie Schokoladekugeln mit saurem Kern.

Heiter und beschwingt, bei näherem Hinhören aber auch melancholisch, manchmal gar traurig: Da singt ein Mädchen, das noch immer von dieser Julisommernacht träumt, das sich nach einem Jungen sehnt, den es dann doch abserviert. Es wünscht sich ein «Püuverli gäg d Einsamkeit» und eine Wundersalbe gegen das Vergehen der Liebe. Es ist naiv und verträumt, mal plakativ, mal spitzfindig und scharfzüngig.

Emmas Songs sind berndeutsche Alltagsminiaturen, Anekdoten und Gedanken, verpackt in luftigleichte Jazzklänge: Piano, Bass, Schlagzeug begleiten die Stimme sparsam. Immer wieder untermalt die 30-Jährige ihren Gesang gleich selbst – mit Akkordeon oder einem Spielzeugklavier aus dem Brockenhaus.

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