Eine Wundertüte voller Überraschungen

In den kommenden fünf Tagen wartet die Berner Jazzwerkstatt in der Turnhalle mit vielen Bekannten auf, die viel Unbekanntes präsentieren. Ein abwechslungsreiches Programm verspricht auch an der diesjährigen Ausgabe einiges an Überraschungen.

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Heute Mittwoch beginnt die siebte Jazzwerkstatt. Über die Jahre ihres Bestehens ist sie zu einem wichtigen Termin im Schweizer Jazzfestivalkalender geworden. Dennoch hat das Festival nichts von seiner Frische und seinem Wagemut eingebüsst. Hier trifft sich die junge Jazzszene zum Ideenaustausch. Bis Sonntag bietet die Bühne in der Turnhalle des Progr Platz für musikalische Experimente aller Art.

Abwechslungsreiches Programm

Überraschend wie eh und je präsentiert sich das Programm der nunmehr siebten Ausgabe der Jazzwerkstatt Bern. Da findet sich im Programmheft eine ganze Reihe von unkonventionellen Besetzungen wie jene mit fünf Hackbrettspielern (Hammer-Sichel-Unruh, Donnerstag, ab 20 Uhr), mit sechs Schlagzeugern (Mike Pride Drummer’s Corpse, Samstag, ab 20 Uhr) oder ein dreizehnköpfiges Ensemble, das in etwa als eine Kombination von Big Band und Streichquartett plus Harfe (Ensemble Proton feat. Jazzwerkstatt, Sonntag, ab 20 Uhr) umschrieben werden kann.

Der über die Landesgrenzen hinaus bekannte Zürcher Pianist Stefan Rusconi kommt mit einer eigens für die Jazzwerkstatt zusammengestellten Band nach Bern (Sonntag, ab 21.15 Uhr). Boys Will Be Boys (Freitag, ab 20 Uhr) versammeln mit Mars Williams, Barry Guy, Andreas Schaerer und Lucas Niggli vier ausgezeichnete Improvisatoren aus den USA und der Schweiz, die in dieser Kombination zum ersten Mal gemeinsam zu hören sein werden. Und die vier Musiker von Inside The Baxter Building (Freitag, ab 22.30 Uhr) verkabeln ihre akustischen Instrumente miteinander so, dass jeder den Sound des anderen beeinflussen und steuern kann.

Musikertreffpunkt

Als die Jazzwerkstatt von Marc Stucki, Andreas Schaerer und Benedikt Reising ins Leben gerufen wurde, da standen die Initianten alle am Ende der Ausbildung und am Anfang ihrer professionellen Musikerlaufbahn. Das Festival war als Treffpunkt und Ort des Ideenaustauschs zwischen den Musikern konzipiert. Diesen Geist hat sich die Jazzwerkstatt bis heute erhalten.

Dazu gehört, dass am Nachmittag vor den Konzerten jeweils um 15 Uhr eine Band auf der Progr-Bühne eine öffentliche Probe bestreitet und man so dem Entstehungsprozess der Musik beiwohnen kann. Und man erkennt den Werkstattcharakter ebenfalls daran, dass viele Musiker nicht nur für ihr eigenes Konzert nach Bern reisen, sondern sich danach ebenso gerne unters Publikum – das zur Mehrheit sowieso aus Musikern zu bestehen scheint – mischen, um ihren Kollegen zu lauschen.

7.Jazzwerkstatt Bern Mittwoch, 12.Fe-bruar, bis Sonntag, 16.Februar. Konzertbeginn ist jeweils um 20 Uhr, am Freitag steht zusätzlich um 15 Uhr ein Kinderkonzert auf dem Programm. Das gesamte Programm gibts unter dem Internetlink www.jazzwerkstatt.ch.

Berner Zeitung

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