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Der Polizeireporter der Seele

Ein grosser, dunkler Songschreiber ist tot: Lou Reed starb mit 71 Jahren in New York. Er verletzte alle – und am meisten sich selber.

Er war unglaublich, aber unmöglich: Pressekonferenz zur Lancierung seines Buches «Rhymes» (14. November 2012)
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AFP
Prägte die Rockmusik über Jahrzehnte: Lou Reed. (2008)
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Reuters
New Yorker durch und durch: Beim Lunch in seiner Stadt. (6. Juni 2013)
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AFP
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Er habe nie jemanden gekannt, der als Mensch so schrecklich gewesen sei und als Künstler so grossartig. Das hat einer gesagt, der beides aus der Nähe erlebt hat: John Cale, der Waliser Avantgardist, der mit Lou Reed Mitte der Sechzigerjahre jene Band gründete, die bis heute durch ihre Radikalität schockiert und mit ihrer Melancholie betört. Das Quartett nannte sich The Velvet Underground, nach einem sadomasochistischen Groschenroman, und genau so klang seine Musik: perverse, sehnsüchtig formulierte Hymnen auf den Schmerz allen gegenüber, auch sich selber.

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