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Bieler Band verschenkt Musik im Internet

Das Illeist Collective aus Biel und Malmö verschenkt seine Musik im Internet. Statt auf teure Manager setzen die drei Jungs auf sich selbst. Das Wissen, das aus den Projekten resultiere, sei unbezahlbar.

Martina Summermatter

Mit ihrer Digital-Strategie wagt die Band Illeist Collective seit 2006 etwas, wovor andere Künstler zurückschrecken: Nur das Internet als Vertriebskanal zu. «Das Internet ermöglicht, ein Publikum zu erreichen, welches sich aus Eigeninitiative für uns interessiert», erklärt Sänger und Synthesizer-Spieler Silas Bieri. Ein illeist sei jemand, der von sich in der dritten Person spricht. «Wir verstehen uns nicht als Individuen, die eine absolute Kunst anbieten», erzählt er, «vielmehr bieten wir jenen, welche offen sind für uns, eine Basis, um an der eigenen Kunstform weiter zu kommen».

Seit ihrem ersten Album «Electrees» veröffentlicht das Illeist Collective digital. Nur eine kleine Anzahl an physischen Tonträgern wird jeweils hergestellt. Diese dienen jedoch vor allem zu Werbezwecken und Verkauf an Konzerten. Die Songs und Alben im Internet werden jedoch nicht verkauft, sondern verschenkt. Eine Rechnung, die kaum aufzugehen scheint. Vor allem, weil die Projekte des Trios aufwändig ausgearbeitet werden. Bei der letzten Veröffentlichung «Monkey Dope», welcher aus zehn von der Band produzierten Tracks besteht, wurde zum Beispiel ein Online-Video-Projekt angebunden. Jeder Titel hat sein eigenen Video-Clip erhalten. 30 Künstler aus ganz Europa waren damals beteiligt. Für das Nachfolgewerk «Monkey Dope Remixed» gings noch weiter. Das Illeist Collective legte all seine Soundfiles von Monkey Dope offen und verschiedenste Künstler konnten sich einen Song auswählen und covern. Die Band hat es wiederum gebündelt und zusammen veröffentlicht. Die Taufe der Single Eyes Open und ein Konzert der Band wurden gar per Live-Stream im Internet übertragen.

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