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Anastacia: «Ich habe mich weiterentwickelt»

Anastacia kehrt nach überwundenem Brustkrebs und der Heirat mit ihrem Leibwächter ins Rampenlicht zurück. Die US-Popsängerin über ihren neuen Look, ihr Liebesleben und ihr Album «Heavy Rotation», das heute erscheint.

Anastacia, wie geht es Ihnen?

Ich bin verliebt, liebe das Leben und bin glücklich, dass ich gesund bin. Es ist herrlich, wieder eine CD zu veröffentlichen und zu zeigen, dass ich mich weiterentwickelt habe.

In welcher Hinsicht?

Das Album hat eine Seele – wie meine erste Platte, aber ich bin reifer geworden, habe viel gelernt von den Produzenten, mit denen ich gearbeitet habe. Es hat Souleinflüsse und ein wenig Retrofunk darauf, aber nicht sehr authentischen. Ich bin nicht Amy Winehouse. Mein Leben hat sich zwar verändert, doch im Kern bin ich dieselbe geblieben.

Wie kam es, dass R-’n’-B-Star Ne-Yo Ihre erste Single schrieb?

David Massey, dem ich gefolgt war, als er Sony verliess und Direktor von Mercury wurde, schlug ihn vor. «Klar, wenn er weiss, wer ich bin, und überhaupt Lieder für mich komponieren will, fände ich das cool», sagte ich. Man denkt ja nicht wirklich, dass sich jemand aus der R-’n’-B-Welt für ein Popgirl wie mich interessiert. Ne-Yo mag jedoch meine Stimme und verfasste mit Hilfe von ein paar Hintergrundinfos «I Can Feel You», einen energiegeladenen Uptempo-Song, der stilistisch von «I’m Outta Love» und «One Day in My Life» inspiriert ist, aber von der heutigen Anastacia handelt.

Wie ist die heutige Anastacia?

Sie kann sich stark und sanft geben: Ich trage keine Brille mehr und zeige mehr von meiner Weiblichkeit. Wie wohl ich mich in meiner Haut fühle, zeigt das Video zu «I Can Feel You».

Wie hat die Brustkrebsdiagnose 2003 Ihre Lebenseinstellung verändert?

Er hat mich sicher an Grenzen gebracht, von denen ich nicht wusste, dass ich sie überwinden kann. Ich hätte nicht gedacht, dass ich schwer krank werden, ein Album aufnehmen und auf Tournee gehen kann. Und ich weiss auch nicht einmal mehr, wie ich es geschafft habe.

Was haben Sie daraus gelernt?

Nicht mehr alles so persönlich zu nehmen und mich nicht mehr so stressen zu lassen. Ich weiss nicht, ob ich wirklich für dieses Geschäft gemacht bin, aber ich bin sicher, dass ich «eine Stimme besitze, dich dafür gemacht ist, um mit der Welt geteilt zu werden», wie mir das Michael Jackson einst sagte.

War es für Sie ein grosser Einschnitt, mit 38 Jahren zu heiraten, zu einem Zeitpunkt, da andere Popstars bereits zum zweiten Mal geschieden werden?

Ich habe diesen Schritt auf jeden Fall sehr ernst genommen. Ehe bedeutet für mich, einander «auf ewig» zu versprechen – zumindest haben wir die Absicht –, für den Rest unseres Lebens zusammenzubleiben. Dabei hatte ich gar nicht damit gerechnet, je zu heiraten. Doch dann kam dieser eine Mensch und warf meine Ansicht total über den Haufen

Ihr Ehemann Wayne Newton war Ihr neuer Leibwächter, als Sie ihn kennen lernten. War das ein Vor- oder ein Nachteil?

Es machte alles viel schwieriger. Ich versuchte mir meine Gefühle immer auszureden, weil ich dachte, sie wären zwischen zwei Menschen, die zusammenarbeiten, nicht normal. Aber dann fragte ich mich: Was ist schon normal? Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass wir am Anfang nicht so viel Stress gehabt hätten. Aber seit ich mich nicht mehr gegen unsere Liebe wehre, ist sie einfach grossartig!

Wann haben Sie zum ersten Mal realisiert, dass es Ihre Konstellation schon zwischen Whitney Houston und Kevin Costner in «Bodyguard» gab?

Wir haben diese Ähnlichkeit gar nicht gesehen, ehe wir von den Medien daran erinnert wurden. Dann dachten wir natürlich auch: «Oops, das ist ja wie im Märchen!»

Welche Funktion hat Wayne Newton jetzt?

Er ist immer noch mein Leibwächter. Wir teilen als Paar so viel, wie eben möglich ist, aber er muss weiter seinen Job machen und ich auch. Nur weil man verheiratet ist, kann nicht einer alle dreckige Wäsche dem Partner überlassen! (lacht)

CD: Anastacia: «Heavy Rotation», Mercury/Universal.

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