Rändöm greifen nach den Sternen

Vier Gymnasiasten, zwei davon aus der Region Thun, greifen am Samstag nach den Sternen: Sie spielen auf ihren Instrumenten um einen neuen Volksmusik-Nachwuchspreis.

Rändöm am Nachwuchswettbewerb von SRF Musikwelle (v.l.): Dominik Flückiger, Levi Ryffel, Nicolas Greber und Simon Locher.

Rändöm am Nachwuchswettbewerb von SRF Musikwelle (v.l.): Dominik Flückiger, Levi Ryffel, Nicolas Greber und Simon Locher. Bild: zvg/Alexandra Felder SRF

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Wenn am Samstag, 24. Januar, in der Bodensee-Arena in Kreuzlingen die Sendung «Viva Volksmusik» des Schweizer Fernsehens über die Bühne geht, sind auch Jungs aus der Region Thun dabei – nicht im Publikum, sondern auf der Bühne. Nicolas Greber aus Oberstocken (18, Klarinette und Schwyzerörgeli), Simon Locher aus Thun (18, Cello), Levi Ryffel aus Matten bei Interlaken (17, Klavier) und Dominik Flückiger aus Schwyz (18, Schwyzerörgeli) treten als Rändöm auf.

Der Name der Formation kommt vom englischen Wort «random», was «zufällig» bedeutet. Er soll den Mix von Instrumenten und Stilrichtungen der Mitglieder verdeutlichen: Greber und Flückiger spielen Volksmusik, Locher kommt von der Klassik, und Ryffel ist ein Jazzer.

Greber und Flückiger lernten sich vor mehr als zwei Jahren in einem Lager für junge Volksmusiker kennen. «Weil wir auf dem Schwyzerörgeli ein ähnliches Niveau haben, beschlossen wir, eine Formation zu gründen. Der Gründungstag war der 21. Dezember 2012», erinnert sich Greber. Am Gymnasium Seefeld holte er mit Simon Locher und Levi Ryffel zwei weitere junge Männer dazu. «Als Nicolas mich anfragte, war ich sofort interessiert», sagte Jazzfan Ryffel. «Ich sagte auch gleich zu, weil Volksmusik sehr gut für die Gehörbildung ist.» Inzwischen sei die Volksmusik für ihn aber nicht mehr bloss Mittel zum Zweck, sondern mache ihm grosse Freude.

Sieg mit Eigenkomposition

Beim Nachwuchswettbewerb der Volksmusik von SRF Musikwelle spielten sich Rändöm letztes Jahr in die Herzen der Jury und des Publikums: In der Sparte Instrumental holten sie sich den Sieg, und dies erst noch mit einer Eigenkomposition von Dominik Flückiger, dem langsamen und melancholischen «Träneli-Walzer».

Auch am Samstag treten die vier Jungs unter Wettbewerbsbedingungen auf: SRF vergibt erstmals den Viva-Nachwuchspreis. Das Publikum wählt seinen Favoriten aus den drei Kategoriensiegern des Folklore-Nachwuchswettbewerbes von Radio SRF Musikwelle. Am Samstag werden Rändöm mit einer weiteren Komposition von Flückiger antreten.

Und bis es so weit ist, üben sie jeden Tag zusammen? «Nein», sagt Levi Ryffel, «die letzte Probe zu viert haben wir bereits hinter uns. Nun übt jeder von uns für sich.» Morgen findet in Kreuzlingen die grosse Probe für den Samstagabend statt. Zurzeit halte sich das Lampenfieber noch in Grenzen. «Aber ich bin sicher: Am Samstag werden wir ziemlich nervös sein!» (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 21.01.2015, 08:39 Uhr

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