Openair

Hünegg-Openair feiert gelungenes Comeback

OpenairErfolg für das Hünegg-Openair nach einem Jahr Pause: Sowohl die Bands wie auch der erstmalige Bierausschank kamen an. Die Kummerbuben überraschten mit einem speziellen Gast.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Als die Thuner Band Book No Bastards am Samstag um 19 Uhr das Hünegg-Openair eröffnete, hatten die Künstler vorerst einen schweren Stand. Nur wenige der Zuhörer konnten sich von ihrem Sonnenplatz losreissen und begaben sich in den Schatten vor die Konzertbühne. Trotzdem war der Schlossgarten in Hilterfingen bereits mit gut 120 Leuten gefüllt. Darüber freute sich Pierre Frutiger, der seit 1990 im Organisationsteam des Openairs aktiv ist. Reto Weber, Marketingleiter des Organisationsteams, sagte: «Spontan haben wir eine Schülerband aus Thun engagiert, die vor dem ersten Konzert und in den Umbaupausen jeweils drei Lieder performte. Dadurch sind Eltern und Freunde der Bandmitglieder schon von Beginn weg mit dabei.»

Mystisches und Müslüm

Schliesslich war die Reihe an A.Spell. Die Band um Sängerin Nadja Stoller passte mit ihren geheimnisvollen Tönen perfekt auf die Bühne zwischen den alten Säulen im Park. Blaues Scheinwerferlicht ergänzte die teilweise mystischen Klänge aus Didgeridoo, Akkordeon und weiteren Instrumenten. Sogar der Regen, der während des Konzerts kurz einsetzte, schien zur Stimmung zu passen und keinen der mittlerweile gut 400 Zuschauer zu stören.

Hauptact waren die Kummerbuben. Deren Sänger Simon Jäggi freute sich sehr auf den Auftritt: «Das Hünegg-Openair ist mir sehr sympathisch. Der Eintritt ist gratis, die Mitarbeiter sind freiwillig hier, und vom Charakter her gleicht der Anlass etwas einem Dorffest.» Und er fügte an: «Wir freuen uns sehr auf unseren Special Guest Müslüm. Wir sind gespannt, wie die Leute auf ihn reagieren.»

Und wie die Leute reagierten! Die Kummerbuben hoben die Stimmung nochmals an. Mit ihrem Mundartrock begeisterten sie das Publikum, das sich von der Musik mitreissen liess und tanzte. Als Jäggi nach fünf Songs das Geheimnis um den Special Guest lüftete, kamen auch die hintersten Konzertbesucher möglichst weit nach vorne, um den Youtube-Star Müslüm von nahem zu sehen.

«Als Müslüm auf die Bühne kam, gingen die Leute ab. Die Darbietung der Kummerbuben war super, und der Auftritt von Müslüm passte perfekt», freute sich Reto Weber. Nach drei Liedern, darunter dem Hit «Süpervitamin», überliess der Berner Künstler die Bühne wieder den Kummerbuben. «Ich glaube es ist mir gelungen, den Leuten draussen den Ansatz zu vermitteln, dass wir vor dem Fondue alle gleich sind», sagte Müslüm nach seinem Auftritt.

Weniger Geld in der Kollekte

«Wir haben unsere zwei Ziele erreicht: Zufriedene Besucher und zufriedene Bands. Es war ein super Abend mit sensationeller Stimmung», bilanzierte Weber am Tag nach dem Openair. Man schätze, dass es zwischen 600 und 700 Besucher gewesen seien. Trotzdem werde es keinen Gewinn geben. «Die Tendenz der Einnahmen ist zwar wieder steigend, wir haben aber festgestellt, dass die Leute weniger Geld in die Kollekte geworfen habe», sagte Weber weiter.

Bewährt habe sich der erstmalige Verkauf von Bier. Bereits um 20 Uhr musste nachbestellt werden, dann hielt der Vorrat genau bis zum Ende des Auftritts der Kummerbuben. «Insgesamt haben wir etwa 900 Stangen Bier verkauft. Auch das Essen vom Grill lief gut – wohl, weil es dank der neuen Organisation schneller herausgegeben werden konnte.» Und so soll das Hünegg-Openair auch in Zukunft wieder stattfinden – «mit guten Bands und auch mit Alkoholausschank». (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 18.08.2014, 07:38 Uhr

Artikel zum Thema

31. Hünegg Open Air mit drei Acts und kleinen Änderungen

Hilterfingen Am Samstag findet die 31. Ausgabe des Hünegg Open Air im Park des Schlosses Hünegg in Hilterfingen statt. Nach einem Jahr Kreativpause gibt es nun einige Änderungen, der Eintritt ist aber weiterhin frei. Mit den Kummerbuben aus Bern wurde eine weitherum bekannte Band engagiert. Mehr...

Hünegg Openair ist abgesagt

Hilterfingen Das Hünegg Open Air fällt diesen Sommer ins Wasser. Grund sind Terminkollisionen. 2014 soll das kleine Openair aber wieder über die Bühne gehen. Mehr...

Intimität dank des Gewitters

Das 30. Hünegg-Open-Air fiel am Samstag buchstäblich ins Wasser: Wegen eines plötzlichen Gewitters wurde das Open Air kurzerhand zum intimen Schlosskonzert umfunktioniert. Mehr...

Sponsored

Ein Hauch Kalifornien in der Westschweiz

Lausanne wird immer wieder mit San Francisco verglichen. Was daran stimmt, sagt Yves Béhar, Designer des 100-Dollar-Laptops.

Kommentare

Blogs

Foodblog Meine erste Wurst

Die neuen Nachbarn

Service

Mitdiskutieren, teilen, gewinnen.

News für Ihre Timeline.

Die Welt in Bildern

Süsse Handarbeit: In der Schokoladenfabrik 'La muchacha de los chocolates' platziert ein Arbeiter eine Kirsche in eine mit Schokolade ausgekleidete Form. (21. Juli 2017)
(Bild: Andres Stapff) Mehr...