Interlaken

Hanery Amman segelt zu Hause ins neue Jahr

InterlakenHanery Amman freut sich darauf, am Silvester auf der Bühne im Goldenen Anker in Interlaken zu spielen. Und hat Angst vor der Lautstärke.

Hanery Amman und der Dekoweihnachtsbär im Goldenen Anker. «Der Bär ist mein Lieblingstier», sagt der Interlakner Musiker.

Hanery Amman und der Dekoweihnachtsbär im Goldenen Anker. «Der Bär ist mein Lieblingstier», sagt der Interlakner Musiker. Bild: Anne-Marie Günter

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«Judihui, Feng-Shui, Ratatouille. Das ist der Hormonboogie.» Hanery Amman ist im Goldenen Anker. Sein Gesundheitszustand in Sachen Gehör und Lunge ist so, dass eigentlich nur noch Galgenhumor angesagt ist. «Jetzt, wo ich die musikalische Reife hätte, verabschiedet sich das Gehör», sinniert er. Und trotzdem: Für ihn ist Aufhören und Ausruhen undenkbar, Musik ist das Leben.

Er hat Zukunftsprojekte. Ein wichtiges ist instrumental: Klavierkompositionen – «fast klassisch», sagt er – die er zusammen mit dem Perkussionisten Andi Pupato spielen will. Andi Pupato wird am Silvesterkonzert im Goldenen Anker dabei sein. «Ja, meine Band. Die ist sehr wichtig», sagt Hanery. Da wäre Gitarrist Andy Mauer, mit dem er am längsten zusammenspielt, Wiederkehrer Sam Jungen aus der Rumpelstilz-Zeit am Bass und Gitarrist Mägi Koch, der dem Ganzen ein Stück Art de Vie aus der Romandie verleiht.

«Dr Jeannette zlieb», spielt Hanery am Silvester im Goldenen Anker. Gastgeber René Sutter und Jeannette Sutter Ammann, Hanerys Schwester, schliessen mit ihm ihre Konzertreihe zum 35-Jahr-Jubiläum ab. Schwerpunkt war der Reggae. «Wir hatten ein gutes Jahr», fasst Jeannette zusammen. Sie sorgt für ihre Gäste, besonders auch, wenn es ihnen nicht so gut geht, und sie ist tief besorgt um ihren Bruder. «Die grosse und intensive Arbeit, die er als Musiker leistet, findet zu wenig Anerkennung», ist sie überzeugt.

Hanery freut sich, dem Publikum eine Freude zu machen. «Es ist doch ein Geben und Nehmen. Auf der Anker-Bühne ist die Nähe zum Publikum herausfordernd. Dieses ist hier wach und aufgeschlossen», sagt er zu den legendären Bühnenverhältnissen im Anker. Ein Problem für ihn ist die Lautstärke, persönlich wegen der zunehmenden Schwerhörigkeit, aber auch allgemein im Musikgeschäft. «Ich sage seit Jahren, man sollte weniger laut spielen.»

Vom Üben, vom Soundcheck, vom Mischen und Mauscheln im Musikgeschäft, von Hanerys musikalischer Erneuerung des Volkslieds «Stets i Truure» ist die Rede. Fröhlich wirds beim Fotografieren vor dem Anker-Weihnachtseisbären. Hanery klaubt einen leicht lädierten Bären aus dem Hemdausschnitt. «Der Bär in jeder Form ist mein Lieblingstier.» (Berner Oberländer)

Erstellt: 31.12.2014, 11:57 Uhr

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