«Diese Wagnerianer sind alle Niederknier»

Der künftige «Parsifal«-Regisseur Jonathan Meese will die Wagner-Jünger von den Bayreuther Festspielen vertreiben.

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«Die sollen bitte in die Kirche gehen und dieses Opernhaus in Ruhe lassen mit ihrem Heiligkeitsgeschwätz», erklärte der 43-Jährige gegenüber dem Magazin «Focus». Der deutsch-britische Künstler soll 2016 Regie beim Bayreuther «Parsifal» führen. Richard Wagner habe ihn schon als Kind fasziniert, sagte Meese. Der Komponist sei für ihn ein Begründer der Popkultur, in dessen Musik er auch Bezüge zu den Beatles und der Popmusik allgemein erkenne.

Der gefeierte Skandalkünstler Meese provoziert und schockiert öfter. In seinem Werk und bei Auftritten hat er immer wieder auf NS-Symbole und Nazigesten wie den Hitlergruss angespielt. Die Co-Chefin der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner, hatte seine Wahl verteidigt. Meese spiele nicht mit Hakenkreuzen, er setze sie ironisch und zynisch ein, um eine Haltung und die Geschichte kritisch anzuprangern. (sda)

Erstellt: 18.02.2013, 08:19 Uhr

Sehr unkonventionell: Künstler Meese. (Aufnahme vom 14. Dezember 2007) (Bild: Keystone )

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