Die Band mit dem Namen, den es nicht gibt

Seit 2011 machen Eeli gemeinsam Musik. Am 6. September veröffentlicht die Band ihr erstes Album. Die Musiker um Frontmann David Zaugg wollen mit ihrem Mundart-Indie-Pop ein breites Publikum erreichen.

Die Berner Band Eeli geben erstmals gemeinsam ein Album heraus.

Die Berner Band Eeli geben erstmals gemeinsam ein Album heraus. Bild: zvg

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«Gimir meh» heisst das Debüt-Werk von Eeli. Der Titel drücke die Herausforderung des Gedankens an die Freiheit aus, erklärt Sänger David Zaugg, «und wir fragen uns, ob es nicht mehr gibt, als das, was man auf den ersten Blick sieht.» Die Texte der Band wirken nachdenklich, manchmal gar melancholisch. Sie greifen aus dem Alltag, aus dem Leben und aus den Erfahrungen der Musiker.

Dennoch scheinen sie durchdacht, passen zu den Melodien und stellen die Verbindung zwischen zwei Elementen her, die es so kaum anderswo zu hören gibt: Mundart gepaart mit Indie-Pop. «Wir wollen etwas Eigenständiges machen», führt der Frontmann weiter aus. Es sei ja nicht so, dass sie mit ihrem Stil etwas Neues erfunden hätten, «dennoch möchten wir unsere persönliche Note einbringen.» Die fünf Musiker haben sich zum Ziel gesetzt, den Spagat zwischen Mundart und einem breiten Publikum anzusprechen, zu schaffen.

Der Bassist fehlt noch

Die Band besteht fix aus den vier Musikern David Zaugg (Gesang und Gitarre), Jonathan Zaugg (Schlagzeug), Ruben Ung (Gitarre und Gesang) sowie Simon Heger (Tasten). Für alle ist Eeli eine Leidenschaft, manchmal proben sie zwei Mal pro Woche, manchmal weniger. Je nach dem, was gerade los sei.

Zurzeit arbeiten die Jungs an ihrem Auftritt an der Plattentaufe vom 13. September im Gaskessel. Deshalb seien die Proben momentan intensiver. Wenn aber nichts anstehe, so David Zaugg, würden sie gemeinsam im Bandraum an neuen Songs arbeiten. Die Mitglieder von Eeli sind entweder berufstätig oder in Ausbildung und zwischen 20 und 30 Jahre alt.

Der 25-jährige Frontmann war bereits in der Band «Sondermüll» mit dabei, aus der Eeli schliesslich entstanden ist. Nach diversen internen und externen Wechseln hat sich die heutige Zusammensetzung ergeben. Komplett ist die Band aber noch nicht: Eeli ist nach wie vor auf der Suche nach einem beständigen Bassisten. Seit der Gründung wurde dieser Posten bisher von verschiedenen externen Musikern übernommen.

Ein Name, der keiner ist

Mit dem Neustart im Jahr 2011 wechselte die Band auch ihren Namen. Dies habe sich nicht ganz einfach gestaltet, schliesslich sollten auch die entsprechenden Kriterien erfüllt werden. Der neue Bandname durfte weder sprachenabhängig noch kompliziert sein.

Zudem habe die Band nach einem «füllbaren» Begriff gesucht, der «quasi nur für unsere Band steht und wenig konkrete Assoziationen weckt», führt Zaugg weiter aus. Der Klang musste ebenfalls stimmen und prägnant musste er sein. «Also eigentlich suchten wir nach einem Wort, das keines ist und nicht existiert», schmunzelt David Zaugg und ist überzeugt: «Mit Eeli haben wir dieses gefunden».

Hörprobe: «Weni ehrlech bi» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.09.2013, 13:35 Uhr

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