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Aeywaeg: «Wir müssen uns unseren Weg selber bahnen»

Auf restorm.com entdecktDie Berner Band Aeywaeg vereint zwei Generationen: Vater Robert und Sohn Kevin Burri verbindet schnörkelosen, handgemachten Rock. Wie das Vater-Sohn-Verhältnis funktioniert, erzählt der Kopf der Band, Robert Burri, im Interview.


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Wer ist die Band Aeywaeg?
Da ist zum Beispiel unser präziser Bassist Miro. Er und mein Sohn Kevin sind ein Team, das die Band so stützt, wie die Säulen das Dach der Akropolis. Bobby am Keyboard versteht es, meiner Musik den melancholisch farbingen Hintergrund zu geben, kaum je braucht man ihn zu weisen, er findet den Weg. Hansueli erstaunt einen immer wieder. Ein Farmer mit Herz für den Blues, jedoch zupft er für Aeywaeg die Saiten. Und seit ein paar Tagen haben wir ein vielversprechendes Talent bei uns verpflichten können: Löru Läderach wird uns vorerst als Gast-Musiker mit seinen Licks und Soli anpeitschen und wenn's allen eine Tour lang gefallen hat, werden wir ihn sicher nicht draussen erfrieren lassen. Ich kann mich somit intensiver um das Publikum kümmern.

Was wollt ihr mit der Musik erreichen?
Wir lieben schöne Musik und sind Optimisten. Mit jeder CD und mit jedem Konzert wollen wir einen positiven «Geschmack» hinterlassen und die Leute mit einem Lächeln im Gesicht davon ziehen sehen.

Wie beschreibt ihr eure Musik?
Unser Markenzeichen ist schnörkellose, handgemachte Rock-Musik, überwiegend in Dur-Akkorden. Ich bin zu positiv eingestellt, als dass ich melancholische Songs schreiben könnte. Meine Musik ist die Zusammenfassung aller Melodien, die in meinem Leben meine Ohren durchlaufen haben.

Ist Musik euer Hobby oder Beruf?
Wir sind fünf Vollblutmusiker, die nur deshalb einem normalen Job nachgegehen, weil die Schweiz zu klein ist, um eine grosse Anzahl Künstler ernähren zu können.

Wie funktioniert das Verhältnis Vater-Sohn in der Band?
Es klappt hervorragend. Kevin ist ein besonnener Mensch und ein sehr ernst zu nehmender Musiker mit konkreten Vorstellungen. Er befasst sich mit meinen Kompositionen, die sich im Anfangsstadium befinden. Somit stehen oftmals Arrangements oder konkrete Ideen bereit, wenn der Song fertig ist.

«Lost vibes for the future» ist das erste Album mit nur englischen Texten. Weshalb habt ihr von Mundart auf Englisch gewechselt?
So ist es nicht. Wir haben schon seit unserem ersten Auftritt 2003 Texte in beiden Sprachen gesungen. Von einem Wechsel kann also keine Rede sein. Ein Faktor für die englische Sprache ist sicherlich, dass wir auch in anders sprachigen Regionen und im Ausland auftreten und im Radio gespielt werden möchten. All jene, die der englischen Sprache nicht mächtig sind, können auf unserer Homepage die Texte und deren Übersetzung herunterladen.

Der Name Aeywaeg ist ein altes, berndeutsches Wort und bedeutet «der andere Weg». Weshalb habt ihr diesen Namen gewählt?
Unser damaliger «Tätschmeister» Resu Widmer, Kevin und ich, verbrachten einen Sommernachmittag im Sonnenschein bei ihm auf der Terrasse. Wir wollten unseren Bandnamen «Tetanus» ändern. Dann kam Resu mit dem Wort «äiwäg» und ich schnappte mit dem Finger und sagte: «that's it!» Wir mussten uns unseren Weg selber bahnen, deshalb passt der Name perfekt.

Welche Träume habt ihr für die Zukunft?
Wir gehen dahin, wo auch immer uns der Weg führt. Wir sind alle fest im Berufsleben tätig und müssen also nicht unbedingt die Heizkosten mit der Gage bezahlen. Jedoch würden wir uns die Zeit herausnehmen, die es braucht, um eine längere Tournee zu machen.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 12.01.2011, 11:55 Uhr

Die Band

Robert Buri: Gesang, Gitarren, Songs, Texte
Kevin Buri: Drums, Gesang
Hansueli Oesch: Gitarren
Miro Rutscho: Bass
Bobby Wissmann: Hammond, Keyboard, Piano, Gesang

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