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Wie Hermann Görings Beute ins Kunstmuseum Bern kam

Die Sammlung des jüdischen Kunsthändlers Paul Rosenberg (1881–1959) ist durch den Fall Gurlitt ins Bewusstsein geraten. Bilder Rosenbergs gelangten auch in die Bundesstadt. Eine Spurensuche.

Von Camille Corot – oder etwa doch nicht? Das Bild «Port de Toulon» gibt manche Rätsel auf.  1946 wird es im Kunstmuseum als Raubkunstwerk deponiert, später der Institution geschenkt.
Von Camille Corot – oder etwa doch nicht? Das Bild «Port de Toulon» gibt manche Rätsel auf. 1946 wird es im Kunstmuseum als Raubkunstwerk deponiert, später der Institution geschenkt.
zvg
Paul Rosenberg (1881–1959): Dem französischen Kunsthändler gehörte das Bild «Hafen von Toulon». 1941 wurde es in einem Tresor  in Libourne beschlagnahmt.
Paul Rosenberg (1881–1959): Dem französischen Kunsthändler gehörte das Bild «Hafen von Toulon». 1941 wurde es in einem Tresor in Libourne beschlagnahmt.
Familienarchiv
Fritz Trüssel (1873–1965): Anwalt und Sammler.
Fritz Trüssel (1873–1965): Anwalt und Sammler.
Staatsarchiv des Kantons Bern
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Die Karteikarte hat es in sich. Inventarnummer 1649 steht darauf. Links der Werktitel: «Port de Toulon». Daneben eine Abbildung des Gemäldes. Es zeigt abgerüstete Kriegsschiffe in Toulon, dem Heimathafen der französischen Marine am Mittelmeer.

Darüber ein hoher, verhangener Himmel, geschaffen nach dem Vorbild britischer Landschaftsmaler. Quer über die Karteikarte ist ein schwarzer Strich gezogen worden. Was er bedeutet, zeigen handschriftliche Anmerkungen: «kein Corot» steht da. Und: «1963 an Galerie Meissner verkauft».

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