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Wider jede Form der Unterwürfigkeit

Der chinesische Starkünstler und Dissident Ai Weiwei ist nicht nur im Leben, sondern auch in seinem Werk kompromisslos. Dies zeigt die grosse Retrospektive «Interlacing».

Provokateur: Künstler Ai Weiwei aus China.
Provokateur: Künstler Ai Weiwei aus China.
Keystone
Bis zum 21. August ist eine Ausstellung von ihm im Fotomuseum Winterthur zu sehen. Hier das Bild «Dropping a Han-Dynasty Urn» (Eine Urne aus der Han-Dynastie fallenlassen), 1995. Triptychon, C-Prints, je 150 x 166 cm.
Bis zum 21. August ist eine Ausstellung von ihm im Fotomuseum Winterthur zu sehen. Hier das Bild «Dropping a Han-Dynasty Urn» (Eine Urne aus der Han-Dynastie fallenlassen), 1995. Triptychon, C-Prints, je 150 x 166 cm.
© Ai Weiwei
Nach Ende der Schau in London sollen die 150 Tonnen Porzellan-Samen zurück nach China gebracht worden sein.
Nach Ende der Schau in London sollen die 150 Tonnen Porzellan-Samen zurück nach China gebracht worden sein.
Keystone
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«Keine Kompromisse mehr. Wenn ihr kommt, bringt eure Folterwerkzeuge mit.» So lautete der letzte Blog-Beitrag von Ai Weiwei, wie Urs Stahel, Direktor des Fotomuseums Winterthur, erzählt. Unversehens ist die Retrospektive des chinesischen Künstlers zu einem Politikum ersten Ranges geworden: Die Verhaftung von Ai am 3. April und der über ihn verhängte «Hausarrest» bei der Polizei warfen und werfen einen tiefen Schatten über die seit langem geplante Ausstellung. Dass diese dennoch stattfindet, grenzt an ein Wunder. Doch trotz der widrigen Umstände: Die Ausstellung steht, die Fotografien sind vor Ort.

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