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Wider die Vergänglichkeit

Graffiti werden übermalt, irgendwann wird die Wand abgerissen, an die sie gesprayt wurden. Oder doch nicht? Google hat eine neue Internetplattform gestartet, die Street Art am Leben hält.

Eines Morgens im November 2013 waren die Mauern einfach wieder weiss. Sämtliche Graffiti im alten Lagerhaus im New Yorker Stadtteil Queens waren auf Geheiss der Grundstückbesitzer übermalt worden. Das war der Anfang vom Ende von 5 Pointz, dem ehemaligen Industriebau, der sich seit 2002 zum weltweiten Street-Art-Mekka entwickelt hatte.

Vergänglichkeit liegt in der Natur der Street Art; oder zumindest war das bis anhin der Fall. Eine neue Datenbank von Google soll nun Graffiti vor dem endgültigen Verschwinden bewahren. Das Kulturinstitut des Internetkonzerns hat die Online-Plattform «Street Art» lanciert. Darauf finden sich über 5000 Fotos von Graffiti aus der ganzen Welt, so der «Guardian».

Virtuelle Tour durch Hochhäuser und Städte

In der Sammlung findet man Kunstwerke, die für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich sind oder die zerstört wurden. Etwa die Graffiti, die 5 Pointz in New York zierten. Die Kunstwerke sind meist nach Städten geordnet. Bisweilen bietet «Street Art» aber auch Einblicke in ganze Komplexe, wie dem Tour Paris 13. Einem leerstehenden Hochhaus, dessen gestaltete Räume der Betrachter Stockwerk für Stockwerk durchwandern kann.

«Street Art ist ständig dem Risiko ausgesetzt, für immer verloren zu gehen», schreiben die Initianten der Gallerie auf dem offiziellen Blog von Google. Die moderne Technologie könne aber dabei helfen, die Kunst zu bewahren, lange nachdem die Farbe an den Mauern verblichen sei.

Die Plattform «Street Art» ist Teil des Google Art Projects. Dieses bietet den Benutzern seit 2011 virtuelle Rundgänge durch verschiedene Museen.

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