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Wenn beim Flirten alle zuschauen

Der Künstler Dries Verhoeven hat seine Chats mit homosexuellen Nutzern öffentlich sichtbar auf eine Wand projiziert. Nun wird sein Projekt vorzeitig beendet, da er Fotos nicht genug verfremdete.

Von hier aus chattete er mit Nutzern: Dries Verhoeven in einem Glas-Container auf dem Heinrichplatz in Berlin (4. Oktober 2014).
Von hier aus chattete er mit Nutzern: Dries Verhoeven in einem Glas-Container auf dem Heinrichplatz in Berlin (4. Oktober 2014).
Keystone

Ein umstrittenes Kunstprojekt namens «Wanna Play?» in Berlin wird vorzeitig beendet. Der niederländische Künstler Dries Verhoeven hatte in einem Pavillon in Kreuzberg über eine Dating-App für Homosexuelle mit Nutzern aus der Umgebung gechattet.

Die Unterhaltungen aus dem Internet wurden öffentlich sichtbar an eine Wand projiziert, die Nutzer blieben anonym. Die Fotos waren aber bis zum vergangenen Wochenende möglicherweise nicht ausreichend verfremdet: Ein Besucher habe bei der Aktion einen Bekannten erkannt, bestätigte das Theater Hebbel am Ufer. Der Mann auf dem Foto hatte sich zuvor - wohl nichts ahnend von dem Projekt - im Internet mit Verhoeven ausgetauscht.

Am Sonntagabend wollte sich der Künstler zusammen mit der künstlerischen Leitung des Theaters der Kritik stellen. Ursprünglich sollte die Aktion bis zum 15. Oktober laufen.

(SDA)

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