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Skandalkünstler Muehl ist gestorben

Einer der wichtigsten Vertreter des Wiener Aktionismus ist tot: Otto Muehl verstarb 87-jährig in Portugal. Aktionen mit Blut, Exkrementen und Urin sorgten immer wieder für Skandale.

Der österreichische Künstler Otto Muehl ist tot. Der Künstler sei am Sonntag im Alter von 87 Jahren «friedlich im Kreise seiner Freunde in Portugal» gestorben, sagte die Leiterin des Muehl-Archivs, Daniele Roussel, der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Muehl gehörte mit Künstlern wie Günter Brus und Hermann Nitsch zu den wichtigsten Vertretern des Wiener Aktionismus. Aktionen mit Blut, Exkrementen und Urin sorgten immer wieder für Skandale.

1970 gründete Muehl die Kommunenbewegung Aktionsanalytische Organisation (AAO) in der österreichischen Hauptstadt. Es galt das Prinzip der freien Sexualität. Das sollte die «schädlichen» Zweier- und Familienbeziehungen ersetzen.

1991 wurde Muehl unter anderem wegen Sittlichkeitsdelikten und Verstössen gegen das Suchtgiftgesetz zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Seit seiner Entlassung lebte er in Portugal.

SDA/chk

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