Retrospektive für Roman Tschabold

Steffisburg/Thun

Heute vor 25 Jahren starb der Steffisburger Künstler Roman Tschabold, im Januar folgt eine Retrospektive seines Schaffens.

Der Künstler am Werk: Diese Aufnahme von etwa 1986 zeigt Roman Tschabold in seinem Atelier.<p class='credit'>(Bild: zvg)</p>

Der Künstler am Werk: Diese Aufnahme von etwa 1986 zeigt Roman Tschabold in seinem Atelier.

(Bild: zvg)

Heute Montag jährt sich der Todestag des Steffisburger Malers, Bildhauers, Keramikers, Musikers, Architekten und Schriftstellers Roman Tschabold zum 25. Mal. Zu diesem Anlass plant sein Enkel, der Notar und Rechtsanwalt Dominik Tschabold, nicht nur eine Ausstellung mit Werken aus dem Nachlass, sondern macht über eine eigene Website das Leben und Werk seines berühmten Grossvaters auch der Öffentlichkeit zugänglich. Die Ausstellung «Roman Tschabold – Retrospektive zum 25. Todestag» befindet sich derzeit in der Vorbereitung und wird vom 9. bis und mit 30. Januar 2016 in der Galerie Rosengarten in Thun zu sehen sein.

Roman Tschabold wurde am 27. November 1900 in Steffisburg geboren. Nach dem Besuch der Töpferschule und der keramischen Fachschule in Bern kam er über das Töpfern zur Malerei. Geprägt hat ihn vor allem die Victor-Surbek-Schule mit so bekannten Studienkollegen wie Serge Brignoni, Max Fueter und Karl Geiser. 1920 und 1922 folgten Studienaufenthalte in Dresden, wo er den Malern der «Brücke» und Oskar Kokoschka begegnete.

Philosophische, psychologische und ethnologische Studien an der Universität Bern und in Leipzig, Dresden und Berlin prägten sein Schaffen ebenso wie Studienreisen nach Italien, England, Marokko und Mauretanien.

Architekt, Musiker, Bildhauer

Roman Tschabold war auch Architekt, Musiker, Keramiker, Bildhauer und Schriftsteller. Sein Interesse für abstrakte Kunst spiegelt sich in seinen Werken ebenso wider wie sein Faible für das Figurative. Sein Lebenswerk umfasst nicht nur Porträts und Frauenköpfe, sondern auch Landschaften und Stillleben. Sein künstlerisches Spektrum reichte von Malereien und Zeichnungen über Lithografien, Gravuren, Holzschnitte, Skulpturen, Eisenplastiken und Keramiken bis hin zu Glasfenstern, Wandbildern sowie zur Baugestaltung und zur Architektur.

Kunst in Thun und Steffisburg

Mit «Kunst am Bau» schuf er in seiner Heimat dauerhafte Erinnerungen. Zum Beispiel in Steffisburg mit dem Sgraffito am Schulhaus Sonnenfeld, mit der Engeldarstellung in der Aufbahrungshalle und den Kolumbus-Wandbildern am Sekundarschulhaus. In Thun stammt das Deckengemälde im Kirchtreppen-Pavillon, der sogenannte «Thuner Himmel», von ihm, welches er 1982 eigenhändig restaurierte.

Der Künstler machte sich auch als Verfasser von Artikeln und Essays über Kunst und Malerkollegen einen Namen. 2000 wurde das von Steffan Biffiger verfasste Buch «Roman Tschabold» von der Kulturkommission Steffisburg im Benteli-Verlag herausgegeben, das dessen Leben und Werk aufzeigt.

www.romantschabold.ch

Thuner Tagblatt

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