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Leonore Mau ist tot

Die Fotografin ist am Sonntag im Alter von 97 Jahren gestorben. Bekannt wurde Mau mit Aufnahmen von Voodoo-Priestern, die sie in Haiti, Kuba, Venezuela und Westafrika machte.

Am Sonntag ist Leonore Mau in Hamburg gestorben. Ihren Lebensgefährten, den Schriftsteller Hubert Fichte (1935–1986), hat sie um mehr als ein Vierteljahrhundert überlebt. Es war ein unkonventionelles Paar, der homosexuelle Schriftsteller und die fast 20 Jahre ältere Fotografin.

1968 reisten sie, zum ersten Mal mit etwas Geld versehen (aus Fichtes Erfolgsbuch «Die Palette»), nach Brasilien, blieben drei Monate, kamen wieder für ein Jahr, danach für zwei Jahre. Beide waren fasziniert von den Riten der afroamerikanischen Religionen. Fichte schrieb, Mau fotografierte: beide in grossem Respekt und aus einer erstaunlichen Nähe. Die Candomblé-Priester liessen die europäischen Gäste zu, manchmal wurden sie gar ungewollt zum Teil des Ritus, so, wenn Leonore Mau mit Blut bespritzt oder mit Champagner übergossen wurde.

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