Zum Hauptinhalt springen

Lang lebe die vertikale Austastlücke!

Im Zeitalter von Apps und Internet müsste der Teletext längst ausgestorben sein. Er hält sich jedoch seit Jahrzehnten unverändert und fasziniert durch seine Beschränktheit – auch Künstler. Eine Ode.

Wenige Pixel reichen aus für ein Gesicht. Rich Oglesby ist einer von 17 Künstlerinnen und Künstlern, die extra für das Teletext Art Festival Werke kreiert haben. Seine sind «Eine Sammlung von Menschen, die mir das Internet zu einem interessanten Ort machen... und Amelie...»
Wenige Pixel reichen aus für ein Gesicht. Rich Oglesby ist einer von 17 Künstlerinnen und Künstlern, die extra für das Teletext Art Festival Werke kreiert haben. Seine sind «Eine Sammlung von Menschen, die mir das Internet zu einem interessanten Ort machen... und Amelie...»
Rich Oglesby
Auch dieses Werk stammt von Rich Oglesby, diese Woche zu sehen auf ARD Text ab Seite 770.
Auch dieses Werk stammt von Rich Oglesby, diese Woche zu sehen auf ARD Text ab Seite 770.
Rich Oglesby
Diese Grafik zeigt, welche Altersgruppen den Teletext wie häufig nutzen. Rund ein Viertel der Schweizerinnen und Schweizer nutzen Teletext täglich.
Diese Grafik zeigt, welche Altersgruppen den Teletext wie häufig nutzen. Rund ein Viertel der Schweizerinnen und Schweizer nutzen Teletext täglich.
KommTech Studie 2012 / Universum Gesamte Schweiz
1 / 7

Im Vergleich zu heutigen Newsportalen fällt der Teletext völlig ab. Die Informationen sind auf einem absoluten Minimum gehalten. Nur wenige Zeilen pro Seite stehen zur Verfügung im Vergleich zur unendlichen Länge im Web, der Vielfalt der Nachrichten.

«Magnin tritt per sofort zurück», steht da zum Beispiel am Montag auf der Auftaktseite von Swisstext mit Hinweis auf Seite 184. Dort folgen fünfzehn Zeilen zum Grund des Rücktritts, zur Zukunft und Vergangenheit des ehemaligen Nati-Fussballers. Tags darauf auf Seite 109: «Fehldiagnose: Ärzte vor Gericht.» Gelber Titel gefolgt von ein paar hellblauen Zeilen, gefolgt von ein paar weissen Zeilen und diese wiederum gefolgt von ein paar abschliessenden Zeilen wieder in Hellblau. Das Prinzip ist immer dasselbe.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.