Kunstmuseum Bern lässt Gurlitt-Erbe prüfen

Das Kunstmuseum Bern wird wohl erst gegen Ende Jahr über Annahme oder Ausschlagung der Gurlitt-Erbschaft entscheiden.

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Zur Klärung der offenen Fragen werde man voraussichtlich die gesamte Sechs-Monate-Frist ausschöpfen müssen, teilte das Haus am Freitag mit.

Der Stiftungsrat setzte eine Rechtsvertretung ein, um die vielfältigen Fragen rund um den Nachlass klären zu lassen. Dabei handelt es sich um die Anwaltskanzlei CMS von Erlach Poncet AG in Zürich, die Partnerkanzleien in München, Berlin und Wien hat. Für die Gesamtleitung verantwortlich ist Beat von Rechenberg.

Die Kontakte mit den Behörden in München und Berlin seien hergestellt, schreibt das Kunstmuseum Bern weiter. Ziel der laufenden Arbeiten sei es, eine verlässliche Grundlage für den Entscheid über Annahme oder Ausschlag der Erbschaft zu schaffen.

Der im Mai verstorbene Kunstsammler Cornelius Gurlitt hat das Kunstmuseum Bern als Alleinerben eingesetzt. Zum Nachlass gehört Gurlitts komplettes Vermögen inklusive der umstrittenen, millionenschweren Kunstsammlung. Ein Teil der Sammlung steht unter Nazi-Raubkunstverdacht.

Das Testament war dem Kunstmuseum Bern am 10. Juni zugestellt worden. Das Haus hat damit Zeit für eine Entscheidung bis etwa Anfang Dezember.

Gesamtleiter Beat von Rechenberg ist der Öffentlichkeit unter anderem als ehemaliger Präsident des Schweizerischen Anwaltsverbands bekannt. Die Schweizerische Bankenvereinigung setzte ihn als Untersuchungsbeauftragten betreffend die Durchsetzung der Standesregeln zur Sorgfaltspflicht ein.

mas/sda

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