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Ist das Grösse – oder Grössenwahn?

2007 starb der Komponist und Guru Karlheinz Stockhausen. Nun wurde in Köln sein «Sonntag aus Licht» uraufgeführt, das Finale seines siebenteiligen Opernzyklus.

Eher ein Happening denn eine Oper: «Sonntag aus Licht» von Karlheinz Stockhausen.
Eher ein Happening denn eine Oper: «Sonntag aus Licht» von Karlheinz Stockhausen.
Klaus Lefebvre

Der Dirigent wird auf einem Rollwägelchen herumgefahren, es pressiert, die Partitur will es so. Er trägt eine Art Priestergewand, auf dem Rücken seltsame eckige Leuchtkörper. Die gerundete Wand entlang stehen Sängerinnen und Sänger in gestreiften Mönchskutten, die Kapuzen tief im Gesicht, und summen einen Akkord. Durch den Raum ziehen weitere Chöre, die singen und leuchten. Der orange Chor schmatzt auch, beim roten schert immer wieder jemand aus und hüpft um die eigene Achse. Und mittendrin liegt das Publikum auf weissen Liegestühlen, viele sind weiss gekleidet, wie es die Veranstalter wollten: Denn hier gehts um mehr als eine Opernuraufführung.

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