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Ereignisse aus einer ersehnten Welt

Das Kunsthaus Zürich zeigt das grafische Werks Paul Gauguins, das auf Tahiti entstanden ist. Den Bildern sieht man die unromantischen Seiten des Südseelebens nicht an.

Alle kennen ihn. In die Schulgeschichte der Kunst ist Paul Gauguin (1848–1903) als tadelloser Klassiker mit festem Sitz ganz oben in den Olymp eingegangen, als Magier fiktiver Farbparadiese mit dem Duft von Exzentrik und einem wilden Nachgeschmack. Ein beinahe geheiligtes Monument?

Bei seinem Lebenslauf beeindruckt schon der frühe Versuch um eine globale Existenz: von Beruf Matrose und Banker, Künstler aus Berufung, wohnhaft abwechslungsweise in Frankreich und in der Südsee, eine Frau mit fünf Kindern in Dänemark, einige Fans in Europa, wenige Geldgeber und ein Kunsthändler in Paris – was für eine Zumutung in einer Zeit, als ein Brief von Tahiti zum Empfänger in Frankreich 28 Tage braucht.

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