Zum Hauptinhalt springen

«Die Vorbilder finden sich in den Vergnügungsparks»

Die Ausstellung «Intensivstationen» prangert den Wachstumsfuror des Alpintourismus an. Hotelier Peter Bodenmann über die Disneysierung der Alpen, solare Nullenergie-Stationen und geheizte Sessellifte.

Herr Bodenmann, was halten Sie von Lois Hechenblaikners Bildern? Sie wecken Emotionen. Sonst würde Ihre Plattform diese Bilder nicht aufschalten. Ob sie zu Erkenntnisgewinn führen, ist offen. Sicher ist: Die Zahl der Skifahrer ist rückläufig. Diese wollen für ihr Geld aber immer mehr Höhenkilometer pro Tag auf schneesicheren und präparierten Pisten geniessen. Das können auf Dauer nur grosse Stationen liefern.

Der Fotograf will die «Disneysierung» und das «Herdenmanagement» des modernen Alpintourismus entlarven. Bald müsse man den Gast per Katapult auf den Berg schiessen, damit es schnell genug gehe. Wie erleben Sie diese Entwicklung? Alle hochrentablen Bahnen in den Schweizer Alpen sind – wie die Beispiele Jungfrau-Bahn, Pilatus und Gornergrat belegen – 100 Jahre alt. Und verdammt langsam unterwegs. Seither ist den Bähnlibauern herzlich wenig eingefallen. Es braucht Bahnen der neuen Generation. Die Vorbilder finden sich in den Vergnügungsparks.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.