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Der Zeremonienmeister radikaler Menschlichkeit

Schang Hutter wird am Montag 80 Jahre alt. Eine einmalige Retrospektive im alten Tramdepot Burgernziel feiert den eigensinnigen Künstler und sein Werk, das den Menschen, seine Nöte und seine Zerbrechlichkeit zum Thema macht. Eine Begegnung.

Dünne Gebeine, spitze Nasen, lange Finger: Schang Hutters Figuren sind keine Abkömmlinge der fetten Jahre, sondern Kriegsversehrte. Hutters ewiges Thema: die Zerbrechlichkeit des Menschen. Er selbst ist mittlerweile auf einen Rollstuhl angewiesen, wirkt aber trotz dieser Einschränkung nicht gebrechlich – zumindest, sobald er munter über sein Leben und Werk zu erzählen beginnt. Am Montag feiert der Solothurner Künstler seinen achtzigsten Geburtstag. Zu diesem Anlass haben die Galeristin Marianne Reich Arn und die Kuratorin Ute Winselmann Adatte eine umfangreiche Retrospektive im einstigen Tramdepot beim Burgernziel organisiert. Bereitwillig gibt Schang Hutter im Vorfeld der Jubiläumsausstellung Auskunft. Wie ist sein an Pinocchio erinnernder Kopfmensch entstanden? «Ich habe nach einer Figur gesucht, mit der ich alles Menschliche darstellen kann.»

Bei Nacht abtransportiert

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