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Der einsame Revoluzzer

Asger Jorn malte nordische Fabelwesen mit expressivem Feuer. In der Fondation de l'Hermitage in Lausanne kann man den wilden Dänen entdecken.

Asger Jorn liebte im Leben wie in der Kunst das Wilde und Ungezähmte: «Ohne Titel», 1953.
Asger Jorn liebte im Leben wie in der Kunst das Wilde und Ungezähmte: «Ohne Titel», 1953.
Foto: Donation Jorn, Silkeborg, ProLitteris

Wild und ungestüm war Asger Jorn (1914–1973). In der Malerei wie auch im Leben. Abenteuerlustig stieg er 1936 in Dänemark aufs Motorrad und brauste nach Paris. Eben hatte er eine Lehrerausbildung abgeschlossen, aber er wusste schon: Schule, das war nichts für ihn. Er war hochbegabt und wild entschlossen, bei Wassily Kandinsky, dem Übervater der Abstrakten, zu studieren. Allerdings, die Sache hatte einen Haken: Kandinsky nahm grundsätzlich keine Schüler auf. Also schrieb sich Asger Jorn kurzerhand an der Académie Moderne bei Fernand Léger ein. Und der nun stellte den jungen Dänen seinem Freund Le Corbusier vor, der Jorn als Assistenten beim Aufbau seines Pavillons an der Pariser Weltausstellung von 1937 engagierte.

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