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«Das ist nicht würdig»

Das Kunstmuseum Bern will offenbar die Sammlung Gurlitt übernehmen. Der deutsche Raubkunstexperte Stefan Koldehoff kritisiert, dass dabei vor allem über Geld geredet wird.

Ende November wird der Stiftungsrat beschliessen, ob das Kunstmuseum Bern das Gurlitt-Erbe annimmt.
Ende November wird der Stiftungsrat beschliessen, ob das Kunstmuseum Bern das Gurlitt-Erbe annimmt.
Urs Baumann
Denkbar ist, dass die gefundenen Kunstwerke von Gurlitts österreichischem Haus in seine Münchner Wohnung gebracht wurden: Das Namensschild von Cornelius Gurlitt an seinem Haus in Salzburg.
Denkbar ist, dass die gefundenen Kunstwerke von Gurlitts österreichischem Haus in seine Münchner Wohnung gebracht wurden: Das Namensschild von Cornelius Gurlitt an seinem Haus in Salzburg.
dpa
...sowie von Marc Chagall lagerten neben Müll in der Wohnung von Cornelius Gurlitt.
...sowie von Marc Chagall lagerten neben Müll in der Wohnung von Cornelius Gurlitt.
2014 ProLitteris, Zürich, Keystone
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Das Kunstmuseum Bern tritt die Erbschaft der Kunstsammlung Gurlitt an: Das behauptete am Wochenende die «SonntagsZeitung». Die Zusage der Berner, die von der Museumsleitung nicht bestätigt wird und über die erst Ende November definitiv entschieden wird, sei mit drei Bedingungen verbunden: Erstens bleiben jene Werke, bei denen Rückgabeforderungen nicht ausgeschlossen werden können, in Deutschland; das sind die meisten der 1300 Bilder. Zweitens soll so bald wie möglich eine Ausstellung mit der Sammlung Gurlitt stattfinden – ebenfalls in Deutschland. Und drittens bleibt die deutsche Taskforce, die bisher mit der Erforschung der Werke betraut war, weiterhin für diese Aufgabe zuständig.

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