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«Am Rande des groben Unfugs»

Zwei russischen Kuratoren drohen drei Jahre Haft – wegen «Gotteslästerung» in einer Ausstellung.

Den beiden Kuratoren Andrei Jerofejew und Juri Samodurow wird von der russichen Justiz vorgeworfen, mit ihrer Ausstellung «Verbotene Kunst» «Hass und Zwietracht» geschürt zu haben. Vor drei Jahren hatten Samodurow, damals Leiter des Sacharow-Zentrums, und Jerofejew, ehemaliger Kurator in der Tretjakow-Galerie, Arbeiten gezeigt, die russische Museen zuvor als zu heikel abgelehnt hatten, darunter Alexander Kosolapows schwarze Madonna aus Kaviar und Alexander Sawkos Heiland als Mickymaus. Die Werke wurden im Sacharow-Zentrum hinter Sperrholzwänden mit Gucklöchern gezeigt: eine Peepshow für Eingeweihte.

Bald eine Affäre

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