Die temporeiche Witwe

Rasantes Musiktheater statt klebriger Kitsch. Franz Lehárs «Lustige Witwe» in Biel ist eine prall gefüllte Silvestertischbombe mit witzigen Einfällen.

Spielfreudig: Das «Lustige Witwe»-Ensemble in Biel.

(Bild: Sabine Burger/zvg)

Kein bunter Reigen, aber ein bunter Strauss an Ideen. Olivier Tambosi liefert mit seiner Lesart von Franz Lehárs «Die lustige Witwe» für das Theater Orchester Biel Solothurn einen Kontrapunkt zur gängigen Walzerseligkeit.

Der Regisseur und Bühnenmeister wird dabei von Kostümbildnerin Dorothee Scheiffarth, Lichtkünstler Tino Langmann sowie der exakten Choreografie von Damien Liger unterstützt.

Lehárs Streich nach dem Libretto von Victor Léon und Leo Stein wurde 1905 in Wien uraufgeführt. Der Dreiakter im Dreivierteltakt galt schon damals als gesellschaftspolitischer Weckruf. Mit der reichen Witwe Hanna Glawari steht eine selbstbestimmte Frau im Zentrum, unter Regisseur Tambosi hält sie die Witwenjäger noch straffer an der Leine.

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