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«Wir singen 300-mal dieselbe Rolle»

«Opernsänger sind das Gegenteil von Celebrities»: Piotr Beczala. Foto: Fabienne Andreoli

Wo werden Sie heute in vier Jahren sein?

Das heisst, Sie sind bis 2023 ausgebucht?

Ist das nicht gruselig, so weit im Voraus zu wissen, was man tun wird?

Wie wissen Sie denn, welche Rolle in fünf Jahren die richtige sein wird?

Wie viele Leute diskutieren mit bei Ihren Entscheidungen?

Haben Sie dennoch schon einmal danebengetippt?

Den Vertrag für die Zürcher «Manon» haben Sie im Januar 2015 unterzeichnet. Sie wurden als Erster angefragt: Das ist ein Kompliment, nicht?

Für Sie heisst das auch, dass Sie oft nicht wissen, worauf Sie sich einlassen: Der Dirigent, der Regisseur, die anderen Sänger werden erst später bestimmt.

Sie erwarten also, dass man sich nach Ihren Vorstellungen richtet?

Wie ist es nun bei der Zürcher «Manon»? War die Zusage richtig?

Sie zählen diesen Sommer in Salzburg und Bayreuth zu den Stars. Das war nicht immer so, Sie haben das Etikett Star-tenor relativ spät bekommen.

Aber der Opernbetrieb lebt schon auch von Stars?

Sondern?

Man muss also Versuchungen widerstehen?

Werden Ihnen oft die falschen Rollen angeboten?

Was auch aus finanziellen Gründen schwierig ist.

Was, wenn die Agentur drängt?

Sie singen oft mit Anna Netrebko.

Sie hat eine ganz andere Karriere gemacht als Sie, sie wurde unglaublich gehypt am Anfang. Und musste dann kämpfen, dass sie künstlerisch ernst genommen wurde.

Was ist das Wichtigste für eine gute, lange Karriere?