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Wer hat Angst vor Calixto Bieito?

Der Katalane hat den Ruf eines Skandalregisseurs. Am Wochenende gibt er nun sein Debüt am Zürcher Opernhaus – mit Bernd Alois Zimmermanns Meisterwerk «Die Soldaten».

Will keine schlechten Gefühle auf der Probe: Regisseur Calixto Bieito.
Will keine schlechten Gefühle auf der Probe: Regisseur Calixto Bieito.
Dominique Meienberg
Wer seinen Namen hört, denkt «Gewalt», «Blut», «Sex»: Nach Bieitos «Don Giovanni»-Inszenierung in der Staatsoper in Hannover kündigten Hunderte von Abonnenten. (Bild: 17. Januar 2002)
Wer seinen Namen hört, denkt «Gewalt», «Blut», «Sex»: Nach Bieitos «Don Giovanni»-Inszenierung in der Staatsoper in Hannover kündigten Hunderte von Abonnenten. (Bild: 17. Januar 2002)
Keystone
Der Schein trügt: Wer mit ihm zusammengearbeitet hat, erzählt von seiner Ruhe, seiner Freundlichkeit, von der besonderen Atmosphäre bei den Proben.
Der Schein trügt: Wer mit ihm zusammengearbeitet hat, erzählt von seiner Ruhe, seiner Freundlichkeit, von der besonderen Atmosphäre bei den Proben.
Keystone
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Marketing-Experten müssten in die Knie gehen vor Calixto Bieito. Er hat es geschafft, einen unverwechselbaren Brand zu entwickeln – wer seinen Namen hört, denkt «Gewalt», «Blut», «Sex». Und mehr noch: Er ist zum stilistischen Indikator für eine ganze Szene geworden. Es gibt heute Opernhäuser mit Bieito-Inszenierungen und solche ohne. Zürich war bisher ohne, und es war kein Zufall, dass Andreas Homoki schon an seiner allerersten Pressekonferenz als designierter Intendant gefragt wurde, ob er seinen Freund aus Berliner Tagen hierherholen würde. Mit Homokis Nicken war der szenische Turnaround angekündigt, das Pereira-Publikum konnte anfangen, sich zu fürchten.

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