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Wahnsinn? Wahnsinn!

Anna Netrebko ist im Zürcher Opernhaus Anna Bolena – und eine Wucht. Am Ende erhielt die wegen eines Auftritts mit einem ukrainischen Separatistenführer kritisierte Sängerin einen entfesselten Applaus.

Als Anna Bolena eine Klasse für sich: Anna Netrebko. (Archivaufnahme)
Als Anna Bolena eine Klasse für sich: Anna Netrebko. (Archivaufnahme)
AP Photo/Ivan Sekretarev, Keystone

Auf der Bühne wird sie betrogen, verraten, geköpft. Aber immerhin nicht ausgepfiffen, trotz der Flugblätter, die vor der Wiederaufnahme von Donizettis «Anna Bolena» vor dem Opernhaus verteilt wurden und noch einmal auf den umstrittenen Auftritt der Anna Netrebko mit dem ukrainischen Separatistenführer Oleg Zarjow hinwiesen. Es war ein zivilisierter Protest gegen die russische Sopranistin. Und zivilisiert war auch die Reaktion des Publikums: Man steckte die Flyer ein, in der Pause wurde da und dort darüber diskutiert – und am Ende erhielt die Netrebko jenen entfesselten Applaus, den sie an diesem Abend verdient hatte.

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