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Von Kabarett bis Klavierrezital

Sechs Konzertabende, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und doch ist der Namensgeber an der diesjährigen Mendelssohn-Musikwoche vom 19. bis zum 26. August stets präsent.

Christoph Buchs
Das Prazak-Quartett spielt am Eröffnungskonzert der Mendelssohn-Musikwoche in der reformierten Kirche Wengen: (v. l.) Vlastimil Holek (Violine), Michal Kanka (Cello), Jana Vonáskova (Violine) und Josef Kluson (Viola).
Das Prazak-Quartett spielt am Eröffnungskonzert der Mendelssohn-Musikwoche in der reformierten Kirche Wengen: (v. l.) Vlastimil Holek (Violine), Michal Kanka (Cello), Jana Vonáskova (Violine) und Josef Kluson (Viola).
zvg

Die Mendelssohn-Musikwoche bleibt in ihrer 13. Ausgabe das, was sie schon in den Jahren zuvor war: ein kleines Kammermusikfestival mit internationalem Charakter. Und die Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy, der in seinem kurzen Leben von 1809 bis 1847 als Pianist, Organist und Dirigent neue Massstäbe gesetzt hatte, zieht sich wie ein roter Faden durch die Woche. Denn an beinahe allen Konzerten steht ein Werk des grossen deutschen Romantikkomponisten auf dem Programm.

Quartett wird zum Sextett

Doch es gibt womöglich eine ­Ausnahme: Am Mittwoch, 23. August, ist das musikalische Theaterkabarett der Geschwister Sibylle und Michael Birkenmeier auf dem Programm, die seit 1984 unterwegs sind. Ihr aktuelles Programm lautet «Freiheit, Gleichheit, Kopf ab!». Dieses kabarettistische Intermezzo zeigt, dass die Mendelssohn-Musikwoche durchaus auch den Rahmen der traditionellen Kammermusik zu verlassen bereit ist. Man darf gespannt sein, ob und in welcher Form Felix Mendelssohn auch an diesem Abend präsent ist.

Eröffnet wird die Festwoche am Samstag, 19. August, mit dem tschechischen Prazak-Quartett. Auf dem Programm stehen ein Streichquartett von Dvo?ák, ein Quintett von Mendelssohn und ein Sextett von Brahms. Für diesen Abend wird die Formation von den Gastmusikern Jakub Cepický (Viola) und Marek Jerie (Cello) ergänzt. Letzterer ist der Ehemann der künstlerischen Leiterin Beatrix Jerie.

Mit einem Klavierrezital geht es am Sonntag, 20. August, weiter: Ivan Klansky, eine herausragende Persönlichkeit unter den tschechischen Pianisten, spielt neben Mendelssohns «Variations sérieuses» auch Werke von Johann Sebastian Bach, Frédéric Chopin und Leos Janácek.

Laute und A-cappella-Gesang

Zu den Höhepunkten der Musikwoche zählt sicherlich das Konzert vom Dienstag, 22. August: Der 70-jährige, in Basel lebende Amerikaner Hopkinson Smith tritt mit seiner achtchörigen Laute auf, einem gitarrenähnlichen Instrument. «English Music of the Golden Age» lautet das Motto seines Programms. Doch auch hier wird ein Werk des Festival-Namensgebers zur Aufführung kommen.

Der Freitag, 25. August, steht wiederum ganz im Zeichen des Gesangs: Die A-cappella-Gruppe Belo-Mir aus Weissrussland, bestehend aus drei Tenören, einem Bariton und einem Bass, gestaltet einen Liederabend. Zu hören gibt es geistliche, weltliche und volksmusikalische Werke vorwiegend osteuropäischer Komponisten.

Das Schlusskonzert vom Samstag, 26. August, bestreitet die Camerata Bern unter der Leitung der Violonistin Antje Weithaas. Zwei Streichersinfonien (Mendelssohn und C. P. E. Bach) sowie Tschaikowskys Serenade für Streicher stehen auf dem Programm – der krönende Abschluss einer Konzertreihe mit sechs komplett unterschiedlichen Darbietungen.

Informationen zu den einzelnen Konzerten und zu Tickets: www.mendelssohn-wengen.ch.

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