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Tod eines Aufrührers

Er revolutionierte den Umgang mit Alter Musik und suchte die Schönheit an der Grenze zum Scheitern: Mit Nikolaus Harnoncourt ist der vielleicht einflussreichste Dirigent des 20. Jahrhunderts 86-jährig gestorben.

Ehrungen und Auszeichnungen heimste er viele ein: 2001 gewann Harnoncourt einen Grammy, 2003 erhielt er den Echo Klassik (Bild) als «Artist of the Year».
Ehrungen und Auszeichnungen heimste er viele ein: 2001 gewann Harnoncourt einen Grammy, 2003 erhielt er den Echo Klassik (Bild) als «Artist of the Year».
Bernd Thissen, Keystone
Nikolaus Harnoncourt während einer Orchesterprobe des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker 2002.
Nikolaus Harnoncourt während einer Orchesterprobe des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker 2002.
Günter R. Artinger, Keystone
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Ein Handy? Ein Handy! Es war ein tödlicher Blick, den Nikolaus Harnoncourt ins Berner Kultur-Casino schickte. Gerade hatte der Maestro seinen Stab gehoben, um das Finale einer Haydn-Sinfonie in Angriff zu nehmen, da unterbrach barbarisches Geklingel das heilige Hochamt. Harnoncourt dirigierte den Schlusssatz dennoch, mit Verzögerung. Es wurde das wütendste Presto, das man sich vorstellen kann.

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