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Klassiker der Woche: Singen, solange man darf

Basel will ausländische Musiker ausweisen – unter anderem die Sänger vom Ensemble Profeti della Quinta.

Noch ist nicht klar, wie die Geschichte ausgehen wird. Im vergangenen September war bekannt geworden, dass Basel in der Folge der Abstimmung vom 9. Februar ausländische Musiker ohne EU- oder Efta-Pass und eine Festanstellung von mindestens 75 Prozent bis im kommenden Sommer ausweisen will. Namentlich wären 55 Musiker betroffen – darunter das Vokal-Ensemble Profeti della Quinta.

Die Sänger um den Bassisten und Cembalisten Elam Rotem stammen aus Israel; studiert haben sie an der Basler Schola Cantorum, einem bedeutenden Zentrum für Alte Musik, das Studierende aus der ganzen Welt anzieht. Manche bleiben danach in Basel, und naturgemäss finden sie oft keinen Unterschlupf in Sinfonieorchestern oder Opernhäusern: Die Alte-Musik-Szene funktioniert über Ensembles und Projekte, sie ist international gut vernetzt, aber lokal nur wenig institutionalisiert; die meisten Musiker stückeln sich ihren Lebensunterhalt aus Lehraufträgen und Auftritten zusammen. 75-Prozent-Anstellungen haben nur die wenigsten vorzuweisen.

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