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Facetten der Stille

Geistvolles Ebenmass: Christian Zacharias eröffnete das Menuhin Festival als Artist in Residence mit Klaviersonaten von Mozart und Schubert.

Pianist Christian Zacharias beim Eröffnungskonzert des Menuhin Festivals in der Kirche Sannen.
Pianist Christian Zacharias beim Eröffnungskonzert des Menuhin Festivals in der Kirche Sannen.
Raphael Faux/zvg

Die Stille. Christian Zacharias liebt die Stille. Die den Tönen erst ihren Raum gibt. Und die manchmal mächtiger wirkt als ein donnernder Akkord. «Das Einzige, was zählt, sind die Ohren. Vergesst die Bilder! Ich träume von einem Publikum, das zuhört und die Stille verehrt», sagte Zacharias jüngst der Zeitung «Le Matin Dimanche». Was für ein Albtraum muss es gewesen sein, als der deutsche Pianist letztes Jahr in Göteborg auftrat: Gleich dreimal klingelte ein Handy, an den unmöglichsten Stellen. Zacharias, ein besonnener Zeitgenosse, fand: Genug ist genug. Er unterbrach das Konzert, bat den Handybesitzer mit ausgesuchter Höflichkeit, den Anruf doch bitte nicht entgegenzunehmen. Dann spielte er weiter, unter dem Applaus des Publikums.

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