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Der Tod und das Teufelsweib

Von Stieren und Störchen: Das 20. Opernfestival Avenches zeigt «Carmen» von Bizet in einer sehenswerten, aber musikalisch mässigen Produktion.

Bis das Blut fliesst: Finalszene in Avenches mit Giancarlo Monsalve (Don José) und Noëmi Nadelmann (Carmen).
Bis das Blut fliesst: Finalszene in Avenches mit Giancarlo Monsalve (Don José) und Noëmi Nadelmann (Carmen).
zvg

Ein Dach! Ein Königreich für ein Dach! Dachte man am Freitag, als der Veranstalter das Opernvolk wider alle Vernunft nach Avenches beorderte – um die Aufführung dann doch zu annullieren. Pünktlich zur Premiere tobte ein Gewittersturm über der Römerarena, der selbst hartgesottene Avenches-Habitués das Fürchten lehrte. Am Samstag war alles besser. Mal abgesehen von den Nebelschwaden, die hartnäckig über der Bühne hingen. Die aber waren schon Teil des Spiels. Eric Vigié, Festivalleiter und Intendant der Opéra de Lausanne, lässt in seiner dritten Avenches-Inszenierung die Nebelmaschine auf Hochtouren laufen. Und sorgt mit der Lichtregie für eine schauerliche Finalszenerie, angesiedelt bei der alten Stierkampfarena von Sevilla, wo Carmen ihr übles Ende findet.

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