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Der grosse Pragmatiker

Richard Strauss, dessen 150. Geburtstag heute gefeiert wird, war ein Erfolgskomponist, ein politisches Rätsel – und ein bedeutender Dirigent, wie seine neu herausgebrachten Aufnahmen zeigen.

Richard Strauss dirigiert «Till Eulenspiegel», 1944.

«Am besten wird musiziert, wenn man so ruhig vor sich hindirigiert», hat Richard Strauss einmal gesagt. Und er hat sich an seine Regel gehalten, wie eine Filmaufnahme des «Till Eulenspiegel» zeigt: Mit unerschütterlicher Miene schaut Strauss da ins Orchester, die rechte Hand zeigt mit der Expressivität eines Uhrwerks den Takt an, die linke tut fast gar nichts. Der jüngere Dirigentenkollege George Szell meinte dazu, man habe oft den Eindruck gehabt, Strauss warte beim Dirigieren nur darauf, bis er endlich zum Kartenspiel wechseln könne.

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