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Abbados unsentimentaler Herzensangriff

Mit viel Prominenz, aber musikalisch ganz ohne Pomp, wurde am Mittwoch im KKL das Lucerne Festival eröffnet.

«Musik, an der einem wirklich etwas liegt»: Stardirigent Claudio Abbado (bei der Eröffnung des Lucerne Festivals 2007).
«Musik, an der einem wirklich etwas liegt»: Stardirigent Claudio Abbado (bei der Eröffnung des Lucerne Festivals 2007).
Keystone

Das Lucerne Festival begann auch in diesem Sommer wieder mit einer Programmänderung. Letztes Jahr hatte sich Claudio Abbado kurzfristig von seiner Solistin Hélène Grimaud getrennt; diesmal setzte er Mahlers megalomane 8. Sinfonie ab, der er schon immer skeptisch gegenübergestanden war. Der Luzerner Mahler-Zyklus bleibt damit unvollendet, und viele werden das bedauern, insbesondere die Kassenwarte, die nun keine vollständige CD- und DVD-Boxen auf den Markt bringen können. Aber eigentlich muss man sich darüber freuen, dass sich da einer dem heutigen Hang und Zwang zur Totalen widersetzt und damit klarmacht, worum es eigentlich geht: darum, Musik aufzuführen, an der einem wirklich etwas liegt.

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