Wolf im Fleischwolf

Die Camerata Bern und die Gebirgspoeten spielen den Kinderklassiker «Peter und der Wolf». Nicht nur der Spielort ist ungewöhnlich.

Die Katze will den Vogel fressen, der Wolf die Ente. Die Jäger haben es auf den Wolf abgesehen. Und Peter versucht, das alles zu verhindern. Am Ende kommt der Wolf in den Zoo – im Bauch die Ente, die er lebendig verschluckt hat. So kennt man die Geschichte des Kindermärchens «Peter und der Wolf». Jedes Kind hat die Melodie von Sergei Prokofjew im Ohr.

Die Camerata Bern und die ­Gebirgspoeten haben das Werk jetzt durch den Fleischwolf gedreht, herausgekommen ist «Alarm im Tierspital – Katheter und der Wolf».

Die Noten sind geblieben, der Rest geht nun so: Drei hungrige Notfallärzte und ein waches Orchester stehen nachts im Tierspital Wolfenschiessen bereit. Es werden vom Burn-out bedrohte Tiere behandelt, jemand leidet unter Aquaphobie, und ein Tier wird kerngesund per Ambulanz eingeliefert.

Die Camerata Bern ist bekannt für ihren Mut und ihre Experimentierfreude. So spielen sie «Peter und der Wolf» nicht im Konzertsaal, sondern im Naturhistorischen Museum. Auch die Gebirgspoeten – Rolf Hermann, Matto Kämpf und Achim Parterre – mögen das Besondere.

In ihren bern- und walliserdeutschen Texten setzen sie sich mit den Mythen und Klischees der ländlichen Schweiz auseinander.

Vorstellungen: Do, 26. 4., 19 Uhr, Sa, 28. 4., 16 und 19 Uhr, So, 29. 4., 16 Uhr, Naturhistorisches Museum, Bern. Für Kinder ab 6 Jahren. ­Tickets: www.starticket.ch.

pd/mk

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