Zuletzt Freddie Mercury – und bald der neue James-Bond-Bösewicht

Per Videobotschaft gab Oscarpreisträger Rami Malek bekannt, er sei nun dafür verantwortlich, 007 das Leben schwer zu machen.

Seinen Durchbruch schaffte er 2015 in der Hackerserie «Mr. Robot». Foto: AP

Seinen Durchbruch schaffte er 2015 in der Hackerserie «Mr. Robot». Foto: AP

Der amerikanische Schauspieler und Oscarpreisträger Rami Malek verkündete per Videobotschaft aus New York, er sei von nun an dafür verantwortlich, James Bond das Leben schwer zu machen. Damit bestätigte der 37-Jährige, was in der Filmbranche schon seit ein paar Monaten als Gerücht die Runde machte: Er wird der Schurke im neuen James-Bond-Film, der derzeit unter anderem in England, Norwegen und Jamaika gedreht wird.

Spätestens seit seinem Auftritt als Sänger Freddie Mercury im Queen-Biopic «Bohemian Rhapsody» gehört Rami Malek zu Hollywoods neuen Superstars. Der Film wurde 2018 zum grossen Überraschungshit und spielte in den Kinos weltweit fast eine Milliarde Dollar ein. Das ist eine Liga, in die ansonsten fast nur Superhelden-Blockbuster und «Star Wars»-Filme vorstossen. Die Krönung dieses Musikfilmerfolgs war für Malek im Februar die Auszeichnung mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller.

Dabei war für den Sohn ägyptischer Immigranten die Schauspielerei zunächst nur ein Traumziel. Rami Malek und seine Geschwister gehören zur ersten Generation einer Einwandererfamilie, die Eltern kamen 1978 aus Kairo nach Los Angeles. Während der Promo-Tour zu «Bohemian Rhapsody» erzählte er letzten Herbst: «Eine Schauspielkarriere war bestimmt nicht das, was meine Eltern im Sinn hatten. Sie haben ihre Heimat verlassen, damit ich eine Chance auf ein gutes, bodenständiges Leben habe.»

Gegen berühmtere Mitbewerber durchgesetzt

Seine Geschwister folgten den Berufsvorstellungen der Eltern: Seine Schwester Yasmine ist Ärztin, sein zwei Minuten jüngerer Zwillingsbruder Sami wurde Lehrer. Rami hingegen studierte an der Kunsthochschule von Evansville im US-Bundesstaat Indiana Schauspiel. Danach arbeitete er sich ganz klassisch über winzige, kleinere und nicht mehr ganz so kleine Rollen ins Rampenlicht vor.

Seinen Durchbruch schaffte er schliesslich 2015 in der Hackerserie «Mr. Robot», für die er zweimal nacheinander für einen Golden Globe nominiert wurde. Als die heiss begehrte Rolle des Freddie Mercury ausgeschrieben wurde, für die sich halb Hollywood bewarb, setzte er sich gegen diverse berühmtere Mitbewerber durch, etwa gegen den britischen Komiker Sacha Baron Cohen.

Bisher keine Details zur Rolle bekannt

Trotz des Starrummels der vergangenen Monate dürfte der bevorstehende Bond-Film, der im April 2020 in die Kinos kommen soll, noch einmal eine ganz neue Herausforderung für Malek werden. Denn die Dreharbeiten und die anschliessende Werbetour für eine solche Grossproduktion stellen alles andere, was die Filmindustrie an Abenteuern zu bieten hat, in den Schatten. Das erzählte zumindest der österreichische Schauspieler Christoph Waltz, als er gerade den Bond-Film «Spectre» abgedreht hatte; Waltz ist Maleks direkter Vorgänger als Schurke im 007-Universum.

Über Details von Maleks Rolle wie überhaupt über den Inhalt des nächsten Bond ist bislang nichts Wesentliches bekannt. Trotzdem kann man schon festhalten, dass Malek kein leichtes Erbe anzutreten hat. Neben Waltz spielten schon legendäre Kollegen wie Gert Fröbe, Christopher Lee, Klaus Maria Brandauer oder Javier Bardem den Gegenpart zu 007.

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